Ab etwa zehn Jahren verändert sich dein Körper spürbar. Viele vergleichen sich in dieser Zeit mit Freundinnen und Freunden: Manche fühlen sich zu klein, andere zu groß. Beides ist normal. Wachstum passiert nicht in einer geraden Linie, sondern in Schüben – und bei jedem Menschen zu seiner eigenen Zeit. Durchschnittswerte können helfen, sich zu orientieren, aber sie sind niemals ein Urteil über dich.

Wachstum ab 10 Jahren: So läuft es typischerweise
Im Grundschulalter kommen häufig fünf bis sechs Zentimeter pro Jahr hinzu. Mit Beginn der Pubertät zieht das Tempo an. Bei Mädchen startet der große Schub meist früher, oft zwischen 10 und 12 Jahren. In Spitzenjahren sind bis zu etwa neun Zentimeter möglich. Nach der ersten Monatsblutung verlangsamt sich das Wachstum deutlich; die Endgröße ist häufig mit 16 bis 17 erreicht.
Bei Jungen setzt der Wachstumsschub meist später ein, typischerweise zwischen 12 und 14 Jahren. Dafür fällt er kräftiger aus: Mehr als zehn Zentimeter in einem Jahr sind keine Seltenheit. Viele Jungen wachsen bis 17 oder 18 weiter, manche noch bis in die frühen 20er.
Was tun, wenn du das Gefühl hast, zu groß zu sein?
In der Pubertät kann man sich nicht nur zu klein fühlen – manchmal auch zu groß. Besonders, wenn du schneller wächst als die anderen, entsteht leicht das Gefühl, „irgendwie aus der Reihe zu fallen“. Du stehst in der Klasse hinten bei den Größten, beim Gruppenfoto musst du dich bücken, damit du mit draufpasst, und vielleicht hörst du auch Kommentare wie „Wow, bist du groß geworden!“. Auch wenn das nicht böse gemeint ist, kann es innerlich verunsichern und dir das Gefühl geben, anders zu sein.
Mädchen
Gerade Mädchen erleben dieses Gefühl oft besonders stark. Viele wachsen früher und sind mit 12 oder 13 Jahren plötzlich größer als die meisten Jungen im gleichen Alter. Das kann peinlich wirken – etwa, wenn du beim Tanzen oder auf Fotos „überragst“ oder wenn du dir Sorgen machst, ob dich Jungs kleiner finden. Es ist völlig normal, wenn solche Gedanken an deinem Selbstbewusstsein nagen. Vielleicht wünschst du dir, unauffälliger zu sein, oder fragst dich, ob du jemals wieder „ins Bild“ passen wirst.
Wichtig ist zu wissen: Dein Körper macht nichts falsch – er ist einfach schneller unterwegs. Größe ist keine Schwäche, sondern ein Teil von dir, der dich stark, besonders und einzigartig macht. Viele Mädchen, die sich in ihrer Jugend „zu groß“ fühlten, sind später stolz darauf, weil sie mit ihrer Größe auffallen, selbstbewusst wirken oder in bestimmten Bereichen Vorteile haben – sei es beim Sport, auf der Bühne oder einfach durch eine starke Ausstrahlung.
Jungen
Auch Jungen können das Gefühl haben, zu groß zu sein. Bei ihnen geht es weniger um Vergleiche mit Mädchen, sondern eher um das Gefühl, „ungelenk“ oder „unfertig“ zu wirken, wenn Arme und Beine schneller wachsen als der Rest des Körpers. Das kann seltsam wirken, ist aber nur eine Phase. Mit der Zeit wächst der Körper in ein besseres Gleichgewicht hinein, und die Größe fühlt sich nicht mehr wie ein Problem an.
Meine Meinung
Zu groß zu sein kann in der Pubertät genauso verunsichern wie zu klein zu sein. Gerade Mädchen kämpfen oft mit dem Gefühl, „zu auffällig“ zu sein. Aber: Größe ist kein Makel – sie ist ein Teil von dir. Wenn dich dein Körper im Moment überfordert, erinnere dich daran, dass er sich weiterentwickelt und du mit der Zeit ganz selbstverständlich in deine Größe hineinwächst. Später wirst du vielleicht genau das lieben, was dich jetzt verunsichert.
Was tun, wenn du das Gefühl hast, zu groß zu sein?
In der Pubertät kann man sich nicht nur zu klein fühlen – manchmal auch zu groß. Besonders, wenn du schneller wächst als die anderen, entsteht leicht das Gefühl, „irgendwie aus der Reihe zu fallen“. Du stehst in der Klasse hinten bei den Größten, beim Gruppenfoto musst du dich bücken, damit du mit draufpasst, und vielleicht hörst du auch Kommentare wie „Wow, bist du groß geworden!“. Auch wenn das nicht böse gemeint ist, kann es innerlich verunsichern und dir das Gefühl geben, anders zu sein.
Mädchen
Gerade Mädchen erleben dieses Gefühl oft besonders stark. Viele wachsen früher und sind mit 12 oder 13 Jahren plötzlich größer als die meisten Jungen im gleichen Alter. Das kann peinlich wirken – etwa, wenn du beim Tanzen oder auf Fotos „überragst“ oder wenn du dir Sorgen machst, ob dich Jungs kleiner finden. Es ist völlig normal, wenn solche Gedanken an deinem Selbstbewusstsein nagen. Vielleicht wünschst du dir, unauffälliger zu sein, oder fragst dich, ob du jemals wieder „ins Bild“ passen wirst.
Wichtig ist zu wissen: Dein Körper macht nichts falsch – er ist einfach schneller unterwegs. Größe ist keine Schwäche, sondern ein Teil von dir, der dich stark, besonders und einzigartig macht. Viele Mädchen, die sich in ihrer Jugend „zu groß“ fühlten, sind später stolz darauf, weil sie mit ihrer Größe auffallen, selbstbewusst wirken oder in bestimmten Bereichen Vorteile haben – sei es beim Sport, auf der Bühne oder einfach durch eine starke Ausstrahlung.
Jungen
Auch Jungen können das Gefühl haben, zu groß zu sein. Bei ihnen geht es weniger um Vergleiche mit Mädchen, sondern eher um das Gefühl, „ungelenk“ oder „unfertig“ zu wirken, wenn Arme und Beine schneller wachsen als der Rest des Körpers. Das kann seltsam wirken, ist aber nur eine Phase. Mit der Zeit wächst der Körper in ein besseres Gleichgewicht hinein, und die Größe fühlt sich nicht mehr wie ein Problem an.
Meine Meinung
Zu groß zu sein kann in der Pubertät genauso verunsichern wie zu klein zu sein. Gerade Mädchen kämpfen oft mit dem Gefühl, „zu auffällig“ zu sein. Aber: Größe ist kein Makel – sie ist ein Teil von dir. Wenn dich dein Körper im Moment überfordert, erinnere dich daran, dass er sich weiterentwickelt und du mit der Zeit ganz selbstverständlich in deine Größe hineinwächst. Später wirst du vielleicht genau das lieben, was dich jetzt verunsichert.
Durchschnittswerte – nützlich, aber nur ein Anhaltspunkt
Altersbezogene Mittelwerte geben eine grobe Orientierung: Mädchen liegen in Deutschland mit etwa 10 Jahren im Mittel bei ca. 138 cm, mit 14 bei rund 160 cm und mit 17 bei etwa 167 cm. Jungen sind mit 10 Jahren im Schnitt ungefähr 140 cm groß, mit 14 etwa 165 cm und mit 17 rund 178 cm. Diese Zahlen sind hilfreich, aber sie erzählen nicht die ganze Geschichte – denn deine Generation ist im Schnitt größer als frühere Jahrgänge.
Der Generationseffekt: Warum Jugendliche heute größer sind
Über Jahrzehnte ist ein klarer Trend zu beobachten: Jede Generation wird durchschnittlich etwas größer. Männer, die um 1940 geboren wurden, waren als junge Erwachsene im Schnitt etwa 173 cm groß; Jahrgänge um 1990 erreichen rund 180 cm – ein Plus von fast sieben Zentimetern. Auch heute zeigt sich das: Junge Männer im Alter von 18–20 Jahren liegen im Mittel bereits bei etwa 1,82 m, junge Frauen bei rund 1,68 m. In manchen Regionen (z. B. im Saarland) wurden bei 18-Jährigen Mittelwerte von ca. 182 cm (Jungen) und 169 cm (Mädchen) gemessen. Kurz gesagt: Für viele deiner Altersgruppe ist eine Endgröße von über 1,80 m (Jungen) bzw. über 1,70 m (Mädchen) heute nichts Ungewöhnliches.
Gründe dafür sind vor allem bessere Ernährung, moderne medizinische Versorgung, Hygiene und allgemein günstigere Lebensbedingungen. Diese Faktoren helfen deinem Körper, sein genetisches Wachstumspotenzial besser auszuschöpfen.
Wachse ich noch? Hinweise, die dir Orientierung geben
Ein Blick auf deine körperliche Entwicklung hilft: Bist du mitten in der Pubertät und verändern sich Stimme, Körperbehaarung oder Brustentwicklung noch? Dann stehen die Chancen gut, dass du weiter wächst. Auch die Familiengröße ist ein Anhaltspunkt. Die sogenannte Zielgröße lässt sich grob aus den Körpergrößen deiner Eltern ableiten: (Mutter + Vater) ÷ 2, bei Jungen etwa +6 cm, bei Mädchen etwa −6 cm. Das ist kein Versprechen, aber eine nützliche Orientierung.
Am genauesten wird es in der Arztpraxis: Per Röntgenbild der Hand kann man sehen, ob deine Wachstumsfugen noch offen sind. Solange sie nicht geschlossen sind, ist weiteres Längenwachstum möglich.
Fazit: Du bist mehr als eine Zahl in Zentimetern
Größe sagt nichts darüber aus, wie mutig, freundlich oder talentiert du bist. Durchschnittswerte geben Orientierung, aber dein Körper folgt seinem eigenen Plan – und das ist gut so. Die Daten zeigen: Deine Generation ist im Mittel größer als frühere. Lass dich davon beruhigen, nicht verunsichern. Wichtig ist, dass du dich in deinem Körper wohlfühlst und ihm Zeit gibst, seinen Weg zu gehen.