Visite-Medizin
– Wir für Dich –
Aktuelle medizinische Studie, News und Informationen für Patienten
Small-Fiber-Polyneuropathie: Wenn das Nervensystem schreit und jede Berührung brennt
Autor: Mazin Shanyoor
Es ist nicht ein bisschen Pieksen. Kein bisschen. Es sind laut schreiende Probleme.
Es gibt Beschwerden, die man erklären kann, weil sie eine klare Form haben. Eine Wunde, die sichtbar ist. Ein gebrochener Knochen, der im Bild erscheint.
Ein Infekt, der kommt und wieder geht. Und dann gibt es Beschwerden, die nicht so funktionieren.
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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Wenn sich im Inneren eine Stille ausbreitet, die drückt – Leben mit Syringomyelie
Autor: Mazin Shanyoor
Es gibt Erkrankungen, die in einem einzigen Moment in das Leben schneiden. Ein Unfall. Ein Befund. Ein Ereignis, das sofort alles sortiert. Syringomyelie ist für viele das Gegenteil. Sie ist kein Schnitt, sie ist ein langsames Verschieben. Ein Prozess, der sich im Inneren anbahnt, während man nach außen oft noch ganz normal wirkt. Und genau darin liegt ein Teil ihrer Härte.
Man lebt weiter, man funktioniert weiter, man versucht weiter, während sich gleichzeitig etwas verändert, das man nicht sehen kann, das andere nicht sehen, und das man selbst oft erst spät klar benennen kann.
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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Primär biliäre Cholangitis – Wenn das eigene Immunsystem beginnt, die Leber zu verändern
Autor: Mazin Shanyoor
Es gibt Erkrankungen, die laut auftreten. Sie kommen mit klaren Schmerzen, mit eindeutigen Warnsignalen, mit Symptomen, die kaum zu übersehen sind. Und es gibt Erkrankungen, die sich anders ankündigen. Leiser. Unschärfer. Wie ein Hintergrundrauschen, das man lange nicht richtig einordnen kann.

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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Lupusnephritis und Obinutuzumab: Was die große NEJM-Studie für Betroffene bedeutet
Autor: Mazin Shanyoor
Wenn Lupus „nur“ schmerzt oder erschöpft, ist das bereits schwer genug. Doch wenn im Verlauf auch die Nieren betroffen sind, verändert sich die innere Statik der Erkrankung grundlegend. Lupusnephritis ist keine Randerscheinung des systemischen Lupus erythematodes. Sie ist eine Organmanifestation mit potenziell lebenslangen Folgen – medizinisch und seelisch.
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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Lupus und Depression – Wenn du und dein Körper kämpfen und die Seele müde wird
Autor: Mazin Shanyoor
Es beginnt selten mit einem klaren Schnitt. Kein Moment, an dem man sagen könnte: Hier hat sich alles gedreht. Es ist eher ein schleichendes Verschieben. Ein leises Verrücken der inneren Ordnung. Dinge, die früher selbstverständlich waren, beginnen Mühe zu machen.
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Wenn ein Virus bleibt – Epstein-Barr, verlorene Energie und die leise Entstehung einer chronischen Krankheit
Autor: Mazin Shanyoor
Es gibt Infektionen, die kommen, krank machen und wieder gehen. Man erinnert sich später vielleicht an ein paar unangenehme Tage, an Fieber, an Halsschmerzen, an Bettlägerigkeit, und irgendwann kehrt das Leben zurück in seine gewohnten Bahnen.
Dieses Bild prägt bis heute unser intuitives Verständnis von viralen Erkrankungen. Sie sind unangenehm, manchmal ernst, aber zeitlich begrenzt. Der Körper kämpft, gewinnt, und irgendwann ist es vorbei.
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PostVac nach der COVID Impfung – Wenn sich der Körper verändert und niemand eine einfache Antwort hat
Autor: Mazin Shanyoor
Viele Menschen, die sich heute als PostVac-Betroffene bezeichnen, berichten nicht von einem plötzlichen Zusammenbruch ihres Gesundheitszustandes, sondern von einer langsamen, schwer greifbaren Veränderung. Gemeint sind dabei Beschwerden, die Betroffene im zeitlichen Zusammenhang mit einer Covid-19-Impfung erlebt haben, ohne dass damit automatisch eine eindeutige Ursache bewiesen wäre.
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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
PostVac („Post-Vac-Syndrom“) – was gesichert ist und was (noch) nicht
Autor: Mazin Shanyoor
Ein Begriff, der mehr verspricht als die Daten hergeben, leider (noch)!
„PostVac“ ist ein Ausdruck, der seit der COVID-19-Impfkampagne in Medien, Foren und teils auch in der Versorgung auftaucht. Wissenschaftlich und regulatorisch ist dabei entscheidend: PostVac ist keine medizinisch definierte Diagnose und hat keine international einheitliche Falldefinition.
Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) formuliert das ausdrücklich und beschreibt, dass unter dem Begriff sehr unterschiedliche, teils länger anhaltende Beschwerden nach COVID-19-Impfung zusammengefasst werden, die sich zudem stark mit Symptomen überschneiden, wie man sie auch bei Long/ Post-COVID sieht.
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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Sarkoidose – Wenn das eigene Leben langsam aus dem Körper rutscht
Autor: Mazin Shanyoor
Wenn nichts eindeutig kaputt ist, aber alles schwerer wird!
Sarkoidose (auch historisch Morbus Boeck genannt) ist keine Krankheit, die mit einem Knall beginnt. Sie kommt nicht als Ereignis, nicht als Zusammenbruch, nicht als klarer Moment, den man später exakt datieren könnte. Sie kommt schleichend.
Es sind kleine Verschiebungen, die zunächst keinen Namen haben. Eine Müdigkeit, die man auf Stress schiebt. Eine Erschöpfung, die nicht im Verhältnis zum Tag steht. Ein Körpergefühl, das sich ein wenig schwerer anfühlt als früher, ein wenig träger, ein wenig weniger zuverlässig.
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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Wenn Schmerz ein eigenes Leben entwickelt – Komplexes regionales Schmerzsyndrom (CRPS)
Autor: Mazin Shanyoor
Der Moment, in dem Schmerz seine gewohnte Rolle verlässt!
Es gibt Schmerzen, die kommen und gehen. Schmerzen, die sich erklären lassen, die einen Anfang haben, eine Ursache, eine Richtung. Man stößt sich, man verletzt sich, man wird operiert. Der Körper reagiert. Das Nervensystem meldet Alarm. Und irgendwann, so ist es vorgesehen, klingt dieser Alarm wieder ab.
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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Morbus Bechterew – Wenn Schübe einen sukzessive aus dem Leben schieben
Autor: Mazin Shanyoor
Morbus Bechterew beginnt bei vielen Menschen nicht als Schlag, nicht als klarer Einschnitt, nicht als Ereignis, das sich später wie eine Zäsur erzählen ließe, sondern als Verschiebung, die zunächst zu klein wirkt, um sie ernst zu nehmen, und gerade deshalb so gefährlich ist.
Da ist ein Rücken, der morgens nicht einfach „da“ ist, sondern erst wieder hergestellt werden muss, ein Becken, das sich beim Aufstehen anfühlt, als hätte es die Nacht über etwas festgehalten, eine Steifheit, die nicht schreit, sondern drückt, und die sich so unscheinbar in den Alltag mischt, dass man sie zunächst wie ein Wetterphänomen behandelt, das eben dazugehört.
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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Morbus Wegener (Granulomatose mit Polyangiitis): Wenn das Immunsystem beginnt, den eigenen Körper anzugreifen
Autor: Mazin Shanyoor
Über eine seltene Vaskulitis, die oft harmlos beginnt, aber tief in Vertrauen, Alltag und Organe eingreift!
Es gibt Erkrankungen, die man als Ereignis erinnert. Ein Sturz. Ein Herzinfarkt. Ein Schlaganfall. Ein Datum, das sich sich in das Gedächtnis brennt, weil es einen klaren Vorher-und-nachher-Schnitt gibt.
Und es gibt Krankheiten, die nicht als Ereignis kommen, sondern als schleichende Verschiebung des Normalen. Sie nehmen dem Alltag nicht sofort die Bühne. Sie setzen sich an den Rand, werden zu einem Nebengeräusch, zu einem Reiz, zu einem Unwohlsein, das man abtut, weil man es abtun muss, um zu funktionieren.
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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Vaskulitiden – Wenn das eigene Immunsystem die Gefäße zum Gegner macht
Autor: Mazin Shanyoor
Der Moment, in dem der Körper nicht mehr nur sich selbst ist!
Es gibt Krankheiten, die man kommen sieht. Sie kündigen sich an, schleichend oder deutlich, und irgendwann fügt sich alles zu einem Namen, einer Diagnose, einem erklärbaren Zusammenhang.
Und es gibt Krankheiten, bei denen der Körper sich anfühlt, als hätte er die Seiten gewechselt.
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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Wenn der Kinderwunsch unerfüllt bleibt: Über inneren Zwang, äußere Erwartungen und den zermürbenden Weg durch die Reproduktionsmedizin
Autor: Mazin Shanyoor
Am Anfang steht selten ein Wort wie „unerfüllt“. Am Anfang steht meist nicht einmal ein klares Problem. Es gibt keinen Stempel, keinen Befund, keine Szene, die man später als Ursprung erzählen könnte.
Es ist eher ein inneres Verrücken von Gewissheiten, als hätte jemand im Hintergrund eine Schraube gelöst, die man nie bemerkt hat, solange sie fest saß.
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IVF – In-vitro-Fertilisation: Wenn Abwarten keine Option mehr ist.
Autor: Mazin Shanyoor
Der Weg zur IVF beginnt selten mit einem klaren Satz wie: „Jetzt machen wir das.“ Häufig beginnt er viel früher, in einem Zustand, der nach außen kaum sichtbar ist. Es ist ein Leben, das weiterläuft, während im Inneren etwas enger wird.
Man erledigt Dinge, führt Gespräche, arbeitet, plant. Und gleichzeitig entsteht ein leises Zählen, das man sich selbst am Anfang oft nicht einmal eingesteht. Nicht aus Dramatisierung, sondern aus dem Bedürfnis, etwas zu begreifen, das sich nicht greifen lässt.
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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Morbus Still – wenn der Körper kein verlässlicher Ort mehr ist
Autor: Mazin Shanyoor
Es gibt Krankheiten, die sich ankündigen wie ein Ereignis. Ein klarer Bruch, ein Datum, ein Vorher und ein Nachher. Und es gibt Krankheiten, die sich nicht ankündigen, sondern einschleichen. Sie kommen nicht als Katastrophe, sondern als Störung.
Als etwas, das zunächst nicht ins Gewicht fällt, weil man gelernt hat, dem eigenen Körper zu vertrauen. Morbus Still – korrekt bezeichnet als Still-Syndrom oder Adult-Onset Still’s Disease (AOSD) – gehört zu dieser zweiten Kategorie.
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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Medikamente bei Morbus Still – Wirkstoffe, Wirkmechanismen und therapeutische Einordnung
Autor: Mazin Shanyoor
Die medikamentöse Behandlung von Morbus Still ist darauf ausgerichtet, eine fehlgesteuerte Entzündungsreaktion des Immunsystems zu kontrollieren. Da es sich um eine autoinflammatorische Erkrankung handelt, liegt der Schwerpunkt nicht auf der Bekämpfung äußerer Auslöser, sondern auf der Regulation körpereigener Entzündungsprozesse. Medikamente sind dabei kein Zusatz, sondern häufig die Grundlage dafür, dass Symptome beherrschbar werden und Organschäden vermieden werden können.
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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Ursachen von Morbus Still – was man heute weiß und was offen bleibt
Autor: Mazin Shanyoor
Morbus Still, korrekt als Still-Syndrom oder Adult-Onset Still’s Disease bezeichnet, gehört zu den sogenannten autoinflammatorischen Erkrankungen. Diese Krankheitsgruppe unterscheidet sich grundlegend von Infektionskrankheiten, aber auch von klassischen Autoimmunerkrankungen. Die Entzündung entsteht nicht durch äußere Erreger wie Bakterien oder Viren, sondern durch eine Fehlsteuerung körpereigener Abwehrmechanismen. Trotz intensiver medizinischer Forschung ist bis heute keine einzelne, eindeutig nachweisbare Ursache bekannt. Stattdessen geht man davon aus, dass mehrere biologische Faktoren zusammenwirken und sich gegenseitig verstärken.
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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Fibromyalgie und ME/CFS – zwei gnadenlose Erkrankungen, die ein Leben von innen her aushöhlen
Autor: Mazin Shanyoor
Es beginnt selten mit Schmerz. Und fast nie mit einem klaren Gefühl von Krankheit. Am Anfang steht etwas viel Unscheinbareres, etwas, das man leicht übersieht oder wegschiebt: Irritation. Ein inneres Stolpern. Tage, an denen der Körper sich nicht richtig anfühlt, ohne dass man genau sagen könnte, was falsch ist.
Man wacht auf und merkt, dass der Schlaf nicht getragen hat. Nicht schlecht, nicht gut – einfach wirkungslos. Man steht auf und spürt den eigenen Körper mehr als sonst. Nicht schmerzhaft, aber präsent. Zu präsent.
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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Hormonrezeptor-positiver Brustkrebs: Wenn die Antihormontherapie einen von heute auf morgen in die Menopause schickt
Autor: Mazin Shanyoor
Es gibt Sätze, die man erst versteht, wenn der Körper sie ausspricht. Nicht mit Worten, sondern mit einem plötzlichen Umschalten, als hätte jemand im Inneren einen Schalter umgelegt, den man nie gesehen hat.
Antihormontherapie klingt nach etwas, das „man eben macht“, nach einer medizinischen Maßnahme, nüchtern, logisch, erklärbar. Und ja: Sie ist oft Teil einer Behandlung, die schützen soll, die verhindern soll, dass Krebszellen wieder Nahrung finden.
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Medikamente bei Morbus Bechterew – über Eingriffe, die nicht heilen, aber Leben wieder möglich machen
Autor: Mazin Shanyoor
Wenn die Entzündungen den Takt vorgegeben!
Es gibt Schmerzen, die man erklären kann. Und es gibt Schmerzen, die erklären, dass etwas grundsätzlich nicht stimmt. Der Schmerz bei Morbus Bechterew gehört zur zweiten Kategorie.
Er ist kein Warnsignal mehr, kein kurzfristiger Alarm. Er ist Ausdruck eines Zustands, der sich verselbständigt hat. Einer Entzündung, die nicht mehr weiß, wann sie aufhören soll.
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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Wenn rheumatoide Arthritis langsam das Leben übernimmt
Autor: Mazin Shanyoor
Über den leisen Verlust von Selbstverständlichkeit, über Schmerz, der nicht nur im Gelenk sitzt – und über das Ringen darum, sich selbst nicht zu verlieren. Es beginnt nicht mit Schmerz. Es beginnt damit, dass du dir selbst nicht mehr glaubst.
Es ist selten der dramatische Auftakt, den andere Krankheiten manchmal haben, dieser eine Tag, an dem man später sagen kann: Da ist es passiert.
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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Morbus Bechterew – Wenn Rückenschmerz, Entzündungen und Steifheit den Körper langsam festschreiben
Wenn Entzündung nicht nur schmerzt, sondern das eigene Leben leise umschreibt. Es beginnt nicht „dramatisch“, sondern so, dass man sich selbst nicht glaubt.
Morbus Bechterew beginnt bei vielen Menschen auf eine Weise, die fast schon perfide unspektakulär ist. Nicht mit einem Ereignis, das man später wie eine Markierung im Kalender wiederfindet, nicht mit einem Sturz, nicht mit einem klaren Auslöser. Sondern mit etwas, das sich im Alltag versteckt.
Wenn chronische Entzündung Haltung, Bewegung und Leben verändert
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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Zwischen Nähe und Sprachlosigkeit – Warum während der Krebstherapie selbst gut gemeinte Nähe von Bekannten zur Belastung werden kann
Autor: Mazin Shanyoor
Es gibt Zeiten, in denen das Leben nicht laut zerbricht, sondern still. Nicht wie eine Explosion, die alle sehen und verstehen, sondern wie ein langsames Absinken von Gewissheiten. Nach einer Krebsoperation und während einer Chemotherapie passiert oft genau das: Man lebt weiter, man steht auf, man spricht, man antwortet – und doch ist im Inneren etwas grundlegend anders.
Warum nach einer Krebs-OP und während der Chemotherapie oft nur der Partner wirklich versteht, wie es einem geht
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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Spondyloarthritiden – Wenn der Körper nicht mehr vergisst und der Schmerz zur Sprache wird
Autor: Mazin Shanyoor
Es gibt Krankheiten, die treten auf wie ein Ereignis. Man kann fast auf einen Tag zeigen und sagen: Da hat es begonnen. Und es gibt Krankheiten, die kommen nicht wie ein Ereignis, sondern wie eine langsame Verschiebung.
Nicht laut, nicht dramatisch, nicht einmal eindeutig. Eher wie ein kaum merklicher Riss zwischen dem, was man vom eigenen Körper erwartet, und dem, was er plötzlich liefert. Spondyloarthritiden gehören zu dieser zweiten Art.
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ME/CFS – Wenn Menschen so tun, als ginge es ihnen gut, bis der Körper nicht mehr mitspielt
Autor: Mazin Shanyoor
Der Verdacht ist oft das Erste, was kommt – noch bevor Hilfe kommt!
Es gibt Krankheiten, die werden erkannt, weil sie sichtbar sind. Man sieht die Wunde, den Verband, die Narbe, den Rollstuhl. Man sieht Blutwerte, Bilder, Befunde. Und selbst wenn man nicht versteht, wie es sich anfühlt, versteht man wenigstens: Da ist etwas, das nicht verhandelbar ist.
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Stiff-Person-Syndrom (SPS) – Der Moment, in dem der Körper erstarrt und Krämpfe die Kontrolle übernehmen
Autor: Mazin Shanyoor
Es gibt Krankheiten, die den Körper verändern. Und es gibt Krankheiten, die das Verhältnis zum eigenen Körper verändern, als würde jemand die Regeln still austauschen, während man noch glaubt, im selben Leben zu stehen.
Das Stiff-Person-Syndrom gehört zu dieser zweiten Art. Es ist nicht nur eine medizinische Diagnose. Es ist ein Einschnitt in etwas, das man sonst kaum bemerkt: in das Grundvertrauen, dass Bewegung möglich ist, dass ein Schritt nicht verhandelt werden muss, dass ein Muskel loslässt, wenn man es will, dass Sicherheit im eigenen Körper nicht jeden Tag neu erkämpft werden muss.
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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Lupus – Wenn Schübe nicht nur schmerzen oder erschöpfen, sondern Organe, Augen und Nerven angreifen
Autor: Mazin Shanyoor
Und wenn man lernen muss, mit einem Körper zu leben, der sich nicht mehr verlässlich anfühlt!
Viele Menschen erinnern sich später nicht an einen klaren Anfang. Sie erinnern sich eher an eine Phase, in der etwas in ihnen zu kippen begann, ohne dass es dafür einen einzigen, eindeutigen Auslöser gab.

Es ist diese merkwürdige Zeit, in der man noch arbeitet, noch funktioniert, noch lacht – und sich gleichzeitig fragt, warum sich alles schwerer anfühlt als früher. Müdigkeit, die nicht zu den Tagen passt. Schmerzen, die sich nicht „wegbewegen“ lassen. Fieber, das kommt und geht, ohne dass eine Erkältung dahintersteht. Ein Körper, der plötzlich so reagiert, als sei er nicht mehr derselbe.
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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Hildegard von Bingen: Weihrauch als innere Unterstützung bei Entzündungen
Autor: Mazin Shanyoor
Weihrauch ist in der Vorstellung vieler Menschen vor allem Duft, Ritual und Kirche. In der Klostermedizin jedoch war er mehr: ein Harz, dem man eine ordnende, klärende und beruhigende Wirkung zuschrieb.
Hildegard von Bingen dachte Heilung nie als schnellen Griff nach einem Mittel, sondern als Rückkehr zu einer inneren Ordnung. Gerade deshalb passt Weihrauch in ihr Denken so gut – nicht als Wunder, sondern als leise Hilfe, wenn im Inneren „zu viel“ ist: zu viel Hitze, zu viel Unruhe, zu viel Überschuss.
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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Hildegard von Bingen – Ein Leben zwischen Glauben, Wissen und innerer Stimme
Autor: Mazin Shanyoor
Hildegard von Bingen wurde 1098 in Bermersheim vor der Höhe geboren, in eine Welt, in der das Leben von Krankheit, früher Sterblichkeit und religiöser Ordnung bestimmt war.
Als zehntes Kind einer adligen Familie galt sie als sogenanntes „Zehntopfer“ und wurde schon früh für ein Leben im Dienst der Kirche bestimmt.
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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin










