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Manchmal ist der schlimmste Teil eines Schmerzes nicht nur das Brennen, nicht nur das Stechen, nicht nur dieses elektrische Flimmern, das einem den Atem nimmt, sondern das, was danach kommt.

Schwarze Silhouette einer etwa 45-jährigen Frau im Business-Outfit, sitzend auf einem Stuhl und mit Bauchschmerzen nach vorn gebeugt. Rechts steht in großer weißer Schrift: „Neuropathische Schmerzen bei Bauchwandparese“ und darunter „Wenn zum Schmerz noch Zweifel kommen“. Unten rechts: „visite-medizin.de“. Hintergrund: harmonischer Farbverlauf von Blau/Violett zu Rot/Orange ohne Körnung.
Neuropathische Schmerzen bei Bauchwandparese – wenn zum Schmerz noch Zweifel kommen.

Dieses Gefühl, dass man mit etwas sehr Realem im Körper herumläuft und gleichzeitig in den Blicken anderer spürt, dass es für sie nicht dieselbe Realität hat. 

Neuropathische Schmerzen bei einer Bauchwandparese sind für viele Betroffene genau so ein Leiden. Es ist ein Schmerz, der nicht immer dramatisch aussieht, der keine großen äußeren Zeichen tragen muss, der sich aber im Inneren ausbreiten kann, bis er den Tag formt, die Nächte zerlegt und das Vertrauen in den eigenen Körper leise unterhöhlt.

Für viele beginnt es nicht mit einer Katastrophe, sondern mit etwas, das sich zunächst klein anfühlt. Ein Ziehen nach einer Operation, ein merkwürdiger Punkt am Bauch, der empfindlicher ist als er sein dürfte, ein Gefühl, als würde die Bauchwand bei bestimmten Bewegungen nicht mehr „mitgehen“. Vielleicht entdeckt man eine Vorwölbung, die plötzlich da ist, vielleicht fällt sie anderen gar nicht auf, aber man selbst sieht sie und spürt sie. Und irgendwann ist da dieser Moment, in dem man merkt: Das ist nicht nur unangenehm. Das ist etwas, das bleibt. Und es ist etwas, das sich nicht nach den Regeln verhält, die man von Schmerz kennt.

Was die Situation so schwer macht, ist nicht allein die körperliche Komponente. Es ist die Mischung aus Schmerz, Unsicherheit und dem langen, oft holprigen Weg zur Diagnose. Viele Betroffene berichten, dass sie sich irgendwann weniger mit dem Schmerz an sich abmühen als mit dem ständigen Erklären, dem ständigen Beweisen, dem ständigen Versuch, ernst genommen zu werden. Und genau darüber muss man sprechen, wenn man ehrlich über neuropathische Schmerzen bei Bauchwandparese sprechen will.

Die Bauchwand als stille Mitte – und wie es sich anfühlt, wenn die Mitte plötzlich fragil wird

Die Bauchwand ist ein Bereich, der im Alltag fast unsichtbar arbeitet. Sie stabilisiert den Rumpf, sie unterstützt die Haltung, sie spielt eine Rolle beim Atmen, beim Husten, beim Lachen, beim Stuhlgang, beim Heben und Tragen. Das alles passiert normalerweise automatisch. Man lebt in einem Körper, der einen trägt, ohne ständig Aufmerksamkeit einzufordern. Diese Selbstverständlichkeit ist so tief, dass man sie erst bemerkt, wenn sie verloren geht.

Bei einer Bauchwandparese ist genau diese Selbstverständlichkeit gestört. Die Ansteuerung bestimmter Bauchmuskeln funktioniert nicht mehr normal, häufig weil Nerven, die diese Muskeln versorgen, geschädigt wurden. Das kann nach Operationen passieren, manchmal durch direkte Verletzung, manchmal durch Dehnung, Reizung oder Narbenzug. Es kann auch nach Entzündungen oder Verletzungen vorkommen, und es gibt Fälle, in denen trotz sorgfältiger Abklärung kein eindeutiger Auslöser gefunden wird. Dieses „nicht eindeutig“ ist für Betroffene oft schwerer auszuhalten als jede klare Ursache, weil es das Gefühl verstärkt, man habe keinen festen Boden unter den Füßen. Wenn man nicht weiß, warum etwas passiert ist, fühlt es sich oft so an, als könnte es jederzeit schlimmer werden oder als hätte man keine Kontrolle über die Zukunft.

Viele Betroffene erleben die Bauchwandparese nicht nur als muskuläre Schwäche, sondern als ein Gefühl von Instabilität in der Körpermitte. Dieses Gefühl kann sehr beunruhigend sein. Es ist, als wäre die Mitte nicht mehr geschlossen, als würde etwas nachgeben, als würde der Körper an einer Stelle „aufmachen“, obwohl man rational weiß, dass der Bauchraum nicht einfach auseinanderfällt. Der Körper ist nicht nur ein Objekt, das man mit Wissen beruhigen kann. Der Körper ist auch Empfindung. Wenn die Empfindung sagt „das hält nicht“, dann ist das eine reale Erfahrung, die Angst und Stress auslösen kann.

Diese Angst ist oft still. Sie zeigt sich nicht als Panik, sondern als permanente Vorsicht. Betroffene bewegen sich anders, halten unbewusst die Luft an, spannen den Rumpf ständig an, um die Mitte zu schützen. Das ist eine sinnvolle Schutzreaktion, aber sie kostet Kraft und kann wiederum Schmerzen verstärken. Denn ein Nervensystem, das ohnehin gereizt ist, reagiert auf Daueranspannung wie auf zusätzlichen Druck. So entsteht ein Zustand, in dem man nicht nur Schmerzen hat, sondern auch das Gefühl, der Körper sei dauernd in Alarmbereitschaft.

Wenn der Nerv selbst schmerzt – und warum neuropathischer Schmerz so unerquicklich, so unfair und so einsam machen kann

Neuropathischer Schmerz ist ein Schmerz, der aus dem Nervensystem kommt. Nicht, weil man sich etwas einbildet, nicht, weil man „zu sensibel“ ist, sondern weil Nerven geschädigt oder übererregbar geworden sind und Schmerzsignale senden, die nicht mehr zur Situation passen. Das ist ein biologischer Vorgang. Gleichzeitig ist er schwer zu erklären, weil er oft keine sichtbaren Spuren hinterlässt. Genau das macht ihn so unerquicklich. Betroffene spüren etwas, das von außen nicht nachvollziehbar ist. Und sie spüren es nicht als „normalen“ Schmerz, der nach Belastung stärker und nach Ruhe schwächer wird, sondern als etwas, das eigene Regeln hat.

Viele beschreiben ein Brennen, das sich anfühlt, als läge eine heiße Fläche unter der Haut, die nicht abkühlt. Andere erleben einen Schmerz, der einschießt, plötzlich, scharf, elektrisierend, manchmal so, dass der Körper kurz zusammenzuckt und man sich fragt, wie etwas so heftig sein kann, ohne dass man äußerlich etwas sieht. Wieder andere spüren ein tiefes Ziehen oder ein bohrendes Drücken, das sich nicht wie Muskelkater oder Verspannung anfühlt, sondern wie ein innerer Nervenschmerz, der sich nicht beruhigen lässt. Für viele ist es gerade die Mischung, die so belastend ist. Ein Tag beginnt vielleicht mit einem dumpfen Grundschmerz und endet mit spitzen Attacken. Oder umgekehrt. Und jeder Wechsel kann verunsichern, weil man nie genau weiß, was als nächstes kommt.

Ein weiteres quälendes Merkmal neuropathischer Schmerzen ist die Veränderung der Empfindung. Berührung kann plötzlich nicht mehr neutral sein. Stoffe, die früher nicht auffielen, werden zu Reizen, die den Schmerz anfachen. Ein Hosenbund, eine Naht, ein leichter Druck können wie eine Provokation wirken. Manche Betroffene beschreiben, dass sie nicht nur Schmerzen haben, sondern eine Art Unwohlsein im ganzen Areal, als wäre die Haut ständig gereizt oder „zu offen“. Andere erleben Taubheit und Schmerz gleichzeitig, was verwirrend ist und das eigene Körpergefühl erschüttert. Diese Empfindungsstörungen sind nicht nur Symptome. Sie sind eine ständige Erinnerung daran, dass man sich im eigenen Körper nicht mehr sicher fühlt.

Und dann ist da die Unberechenbarkeit. Neuropathischer Schmerz ist oft launisch. Es gibt Tage, an denen man vorsichtig ist und trotzdem leidet. Und es gibt Tage, an denen man mehr macht und erstaunlicherweise weniger Schmerzen hat. Diese Unlogik ist eine der größten psychischen Belastungen, weil sie den Kopf ständig arbeiten lässt. Betroffene suchen Muster, analysieren, erinnern sich an Details, vergleichen Tage miteinander. Und wenn keine Regel entsteht, entsteht Ohnmacht. Diese Ohnmacht hat nichts mit Drama zu tun. Sie ist eine nüchterne Realität: Wer nicht vorhersagen kann, wie der Körper reagiert, verliert Planbarkeit. Und wer Planbarkeit verliert, verliert Freiheit.

Der lange Weg zur Diagnose – wenn man von Tür zu Tür geht und der Schmerz jedes Mal ein Stück mehr an Glaubwürdigkeit zu verlieren droht

Der Weg zur Diagnose kann bei Bauchwandparese und neuropathischen Schmerzen ausgesprochen lang sein. Und er ist oft nicht nur medizinisch kompliziert, sondern emotional zermürbend. Viele Betroffene starten verständlicherweise mit der Sorge, dass etwas mit den inneren Organen nicht stimmt. Bauchschmerz wird in unserer Vorstellung sofort mit Magen, Darm, Leber, Galle oder Bauchspeicheldrüse verbunden. Es folgen Untersuchungen, manchmal viele. Blutwerte, Ultraschall, vielleicht CT oder MRT. Häufig kommt dabei heraus, dass organisch nichts Dramatisches zu finden ist. Das kann beruhigen. Aber es kann auch wie ein neuer Abgrund wirken, weil die Frage bleibt: Wenn da nichts ist, warum ist der Schmerz dann so real und so hartnäckig.

In dieser Phase passiert etwas Gefährliches. Nicht im Körper, sondern im sozialen Raum. Der Schmerz wird zum Problem ohne Beweis. Und ein Problem ohne Beweis wird schnell zum Problem, das man erklären muss. Betroffene erleben dann nicht selten, dass sie in Gesprächen weniger Raum bekommen. Dass ihre Beschreibung verkürzt wird. Dass man ihnen Sätze sagt, die wie Beruhigung klingen, aber wie Entwertung wirken. Dass man zwischen den Zeilen spürt: „So schlimm kann das nicht sein.“ Es ist schwer zu beschreiben, wie sehr das einen zermürbt, wenn man ohnehin schon unter Schmerzen lebt. Denn dann kämpft man plötzlich nicht mehr nur gegen den Schmerz, sondern auch gegen Zweifel.

Viele Betroffene berichten, dass sie nach mehreren unauffälligen Befunden anfangen, sich selbst zu misstrauen. Sie fragen sich, ob sie übertreiben. Ob sie vielleicht zu empfindlich sind. Ob sie sich hineinsteigern. Sie beginnen, ihre Worte zu kontrollieren, um nicht als schwierig zu gelten. Sie sagen „es zieht nur ein bisschen“, obwohl es brennt. Sie lachen an der falschen Stelle, um nicht dramatisch zu wirken. Sie entschuldigen sich für ihren Schmerz, als wäre er eine Unhöflichkeit. Das ist eine zutiefst entwürdigende Dynamik, und sie passiert nicht, weil Betroffene schwach sind, sondern weil sie lernen, dass Glaubwürdigkeit im medizinischen und sozialen Kontext oft an Sichtbarkeit gekoppelt ist.

Erschwerend kommt hinzu, dass Bauchwandparese und neuropathischer Schmerz häufig zwischen Fachgebieten liegen. Chirurgie denkt an Wundheilung und Narben, Neurologie an Nervenleitgeschwindigkeit und Reflexe, Schmerzmedizin an Chronifizierung, Physiotherapie an Bewegung. Wenn niemand die Perspektiven zusammenführt, werden Betroffene zu Wanderern zwischen Zuständigkeiten. Sie erzählen ihre Geschichte immer wieder neu. Sie wiederholen Details, die sie selbst kaum noch hören können. Und jedes Mal besteht die Angst, dass man erneut nicht verstanden wird oder erneut in eine Schublade fällt, die sich anfühlt wie ein Urteil: „Da ist nichts.“

Selbst wenn irgendwann der Begriff „neuropathischer Schmerz“ fällt, bedeutet das nicht automatisch, dass alles plötzlich klar wird. Neuropathischer Schmerz ist eine Diagnose, aber er ist auch eine Einladung zu weiterer Differenzierung. Welche Nerven sind betroffen. Gibt es Hinweise auf eine lokale Nervenschädigung. Gibt es eine Bauchwandparese, die klinisch nachvollziehbar ist. Gibt es Provokationspunkte, Narbenzug, Druckempfindlichkeit. Nicht alles ist immer eindeutig. Und genau deshalb kann der Weg so lang sein. Doch die wichtigste Veränderung ist oft nicht die perfekte Messung, sondern der Moment, in dem der Schmerz als real anerkannt wird. Denn Anerkennung ist keine Höflichkeit. Sie ist ein Teil der Behandlung.

Nicht ernst genommen werden: Der zweite Schmerz, der oft tiefer sitzt als der erste

Wenn Beschwerden nicht ernst genommen werden, entsteht ein zweiter Schmerz, der selten in Diagnosen steht, aber im Leben enorm präsent sein kann. Dieser zweite Schmerz besteht aus Scham, Zweifel, Einsamkeit und dem Gefühl, man müsse um die eigene Wirklichkeit kämpfen. Betroffene erleben dann nicht nur, dass sie leiden, sondern dass ihr Leiden keinen Platz bekommt. Und das verändert alles. Man geht anders zum Arzt. Man geht mit Angst in Termine, weil man befürchtet, wieder abgewiesen zu werden. Man bereitet sich innerlich vor, sammelt Argumente, denkt nach, wie man „richtig“ sprechen muss. Das ist keine Kleinigkeit. Es ist ein zusätzlicher Stress, der das Nervensystem weiter anspannt und Schmerzen sogar verstärken kann.

Im privaten Umfeld ist es ähnlich. Angehörige wollen oft helfen, aber sie verstehen die Unlogik neuropathischer Schmerzen nicht. Sie sehen, dass es an manchen Tagen besser geht, und schließen daraus, dass es grundsätzlich gehen müsste. Betroffene erleben dann Sätze wie: „Gestern ging es doch auch.“ Oder: „Du musst dich mehr bewegen.“ Oder: „Denk nicht so viel dran.“ Diese Sätze können aus Liebe kommen, aber sie treffen oft wie ein Schlag, weil sie das Erleben des Betroffenen verkleinern. Und sie erzeugen einen Druck, der besonders grausam ist: den Druck, etwas leisten zu müssen, um glaubwürdig zu sein.

Viele Betroffene ziehen sich dann zurück. Nicht, weil sie nicht reden wollen, sondern weil sie das Gefühl haben, dass Reden nichts bringt. Sie sparen sich Erklärungen, weil sie erschöpft sind. Sie wirken nach außen „stark“, während sie innerlich kämpfen. Und diese Isolation ist gefährlich, weil sie die seelische Belastung erhöht. Chronischer Schmerz ist schon schwer. Chronischer Schmerz plus soziale Entwertung kann überwältigend werden. Nicht in einem dramatischen Sinn, sondern in einem stillen, langsamen Sinn, der Lebensfreude und Selbstbild angreift.

Alltag unter Vorbehalt – wenn jede Bewegung, jede Planung, jede soziale Zusage eine kleine Risikoabwägung wird

Ein Leben mit neuropathischen Bauchschmerzen ist oft ein Leben mit Vorbehalt. Viele Betroffene berichten, dass sie morgens nicht einfach aufstehen, sondern erst prüfen. Wie fühlt sich der Bauch heute an. Ist es heute eher Brennen, eher Stechen, eher Druck. Wie stabil fühlt sich die Mitte an. Kann ich normal atmen, ohne dass alles spannt. Und selbst wenn der Tag gut startet, bleibt oft ein Rest Wachsamkeit, weil man gelernt hat: Es kann jederzeit kippen.

Diese Wachsamkeit betrifft nicht nur Bewegung, sondern auch soziale Situationen. Kann ich lange sitzen. Kann ich einen Termin durchhalten, ohne dass ich mich ständig verkrampfe. Kann ich mich in einer Besprechung konzentrieren, wenn im Hintergrund ein Brennen läuft, das mich immer wieder aus dem Gedanken reißt. Viele Betroffene erleben, dass der Schmerz nicht nur körperlich ist, sondern kognitiv. Er nimmt Raum im Kopf. Er bindet Aufmerksamkeit. Und das ist schwer zu erklären, weil es von außen wie normale Müdigkeit aussieht.

Mit der Zeit können zusätzliche Beschwerden entstehen, weil der Körper versucht, sich zu schützen. Schonhaltungen belasten Rücken und Hüften. Flachere Atmung kann Verspannungen im Brustkorb und Nacken fördern. Muskelgruppen übernehmen Aufgaben, die sie nicht übernehmen sollten. So entsteht ein komplexes Bild, in dem der ursprüngliche neuropathische Schmerz nur ein Teil ist. Betroffene fühlen sich dann manchmal, als würden sie in ihrem eigenen Körper hinterherlaufen, weil immer wieder etwas Neues dazukommt. Und jedes neue Symptom wird wieder zur Frage: Werde ich diesmal ernst genommen, oder beginnt das Spiel von vorn.

Ein würdiger Ausklang: Anerkennung ist nicht das Ende der Geschichte, aber oft der Anfang von etwas Tragfähigem

Wer neuropathische Schmerzen bei Bauchwandparese hat, lebt häufig nicht nur mit Schmerz, sondern mit einer Erfahrung, die tief in die Würde greift. Die Erfahrung, dass man sich erklären muss, obwohl man leidet. Die Erfahrung, dass Unauffälligkeit in Befunden als Gegenbeweis behandelt wird, obwohl neuropathischer Schmerz genau so funktionieren kann. Die Erfahrung, dass man manchmal mehr gegen Zweifel kämpft als gegen den Schmerz selbst. Das ist eine schwere Lage, und es ist wichtig, das nicht kleinzureden.

Wenn es eine Orientierung geben kann, dann vielleicht diese: Der Weg zur Diagnose darf lang sein, aber er sollte nicht entwürdigend sein. Es ist legitim, darauf zu bestehen, dass die eigenen Beschwerden ernst genommen werden, auch wenn die Diagnostik komplex ist. Es ist legitim, eine schmerzmedizinische oder neurologische Einordnung zu suchen, wenn organische Ursachen ausgeschlossen sind, ohne dass man dadurch in eine Ecke gestellt wird. Und es ist legitim, müde zu sein. Denn Müdigkeit ist oft nicht Schwäche, sondern die natürliche Folge eines Körpers, der zu lange im Alarmzustand lebt.

Der Schmerz ist real. Das Nicht-Ernstgenommenwerden ist real. Die Erschöpfung ist real. Und trotzdem bleibt wahr: Hinter all dem steht ein Mensch, der jeden Tag eine enorme Anpassungsleistung erbringt. Diese Leistung ist unsichtbar, aber sie ist da. Sie verdient Respekt, auch im eigenen Blick auf sich selbst. Und sie verdient Begleitung, die nicht abwinkt, nicht verkleinert, nicht psychologisiert, sondern ruhig sagt: Ich sehe, dass es schwer ist. Ich glaube dir. Und wir suchen weiter nach einem Weg, der dein Leben wieder etwas tragfähiger macht.

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