Leben mit Migräne
Mit Migräne zu leben bedeutet, jeden Tag in einem Körper zu wohnen, der unberechenbar sein kann. Es bedeutet, Pläne zu machen und gleichzeitig zu wissen, dass dein Gehirn jederzeit entscheiden könnte, alles anzuhalten. Migräne begleitet dich nicht nur während der Attacken, sondern auch in den Stunden davor und danach – in den Momenten, in denen du hoffst, dass der Druck im Kopf nicht stärker wird, und in den Tagen, in denen du dich noch leer fühlst, obwohl der Schmerz längst abgeklungen ist.
Leben mit Migräne heißt, ständig zwischen Licht und Dunkelheit zu pendeln, zwischen Funktionieren und Ausfallen, zwischen der Welt da draußen und dem kleinen geschützten Raum, in den du dich zurückziehst, wenn dein Nervensystem überfordert ist. Es bedeutet, ein unsichtbares Gewicht zu tragen, das niemand sieht und das du doch immer fühlst. Und es bedeutet, jeden Tag aufs Neue zu versuchen, dein Leben nicht um die Krankheit zu bauen – obwohl sie dich zwingt, vieles anders, vorsichtiger und achtsamer zu leben, als du es eigentlich möchtest.
Migräne formt deinen Alltag, verändert deine Beziehungen, fordert deinen Körper und stellt deine Geduld auf die Probe. Aber sie macht dich auch sensibel für feine Zwischentöne, aufmerksam für Signale und stärker, als dir oft bewusst ist. Leben mit Migräne ist kein einfacher Weg. Aber es ist ein Weg, den viele gehen – still, mutig und oft ohne Anerkennung für die Kraft, die er kostet.
Autor: Mazin Shanyoor
Es gibt Schmerzen, die man sieht. Ein Gips, eine Schiene, ein Verband, ein Gesicht, das blau ist vom Aufprall. Die Welt hat für sichtbare Verletzungen eine eingeübte Sprache: Vorsicht, Rücksicht, Mitleid, Respekt.
Und dann gibt es Migräne. Ein Wort, das in Gesprächen oft so leicht ausgesprochen wird, als wäre es eine stilvolle Variante von „Kopfschmerz“, ein bisschen dramatischer vielleicht, aber im Kern doch etwas, das man wegatmen könne.
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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Autor: Mazin Shanyoor
Ein Erfahrungsbericht – weil manche Verletzungen nicht im Kopf beginnen, aber dort für immer bleiben
Es gibt Schmerzen, die nicht nur weh tun. Sie verändern, wie du dich in der Welt bewegst. Sie verändern, wie du dich selbst anschaust. Und sie verändern, wie du anderen Menschen vertraust. Migräne ist so ein Schmerz.
Nicht, weil sie „nur Kopfschmerz“ wäre, sondern weil sie dich in einen Zustand wirft, in dem nichts mehr normal ist: Licht wird zum Angriff, Geräusche zu Schlägen, jeder Gedanke zu schwer, jeder Atemzug zu laut im eigenen Körper.
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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Autor: Mazin Shanyoor
Ein persönlicher Bericht über Schmerz, Zweifel und die zerstörerische Wirkung des Nicht-Gesehen-Werdens!
Es gibt Krankheiten, die reißen dich körperlich nieder. Und es gibt Krankheiten, die nehmen dir zusätzlich dein Vertrauen in die Welt. Migräne gehört zu jenen Erkrankungen, die beides tun.
Sie zerschneidet Tage, formt Nächte um, zwingt den Körper in die Knie – und schafft gleichzeitig eine unsichtbare Mauer zwischen dir und deiner Umgebung.
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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Autor: Mazin Shanyoor
Es gibt Schmerzen, die man aushält, weil man sie kennt, und solche, die das Leben für Stunden oder Tage in eine einzige, enge Linie verwandeln. Eine Migräneattacke gehört zu diesen eruptiven, überwältigenden Erfahrungen. Sie trifft nicht wie ein Kopfschmerz, der sich langsam aufbaut und ebenso langsam wieder abzieht.
Sie kommt wie ein Bruch – ein Riss in der eigenen Wahrnehmung, ein Moment, in dem das Gehirn die Prioritäten verschiebt und jede andere Funktion nur noch Nebensache ist.
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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin






