Hörsturz – wenn das Hören plötzlich bricht
Ein Hörsturz ist ein Ereignis, das aus dem Nichts kommt. Eben noch war alles normal – Stimmen klar, Geräusche vertraut, die Welt in ihrer gewohnten Klangkulisse. Und dann verändert sich etwas abrupt. Ein Ohr wirkt wie verschlossen, Töne klingen dumpf oder verzerrt, vielleicht setzt ein schrilles Pfeifen ein. Manche Betroffene beschreiben es wie Watte im Ohr, andere wie eine plötzliche Stille auf einer Seite.
Medizinisch handelt es sich um eine akut auftretende Innenohr-Schwerhörigkeit ohne erkennbare äußere Ursache. Doch hinter dieser nüchternen Definition verbirgt sich eine Erfahrung, die viele als tief verunsichernd empfinden. Hören ist Orientierung, Kommunikation, soziale Teilhabe. Wenn dieser Sinn plötzlich nicht mehr zuverlässig funktioniert, entsteht nicht nur eine funktionelle Störung, sondern ein Gefühl von Kontrollverlust.
Ein Hörsturz betrifft häufig nur ein Ohr und entwickelt sich innerhalb von Minuten oder Stunden. Oft kommen Begleitsymptome hinzu – ein Druckgefühl, Tinnitus oder Schwindel. Die Ursachen sind nicht eindeutig geklärt. Diskutiert werden Durchblutungsstörungen im Innenohr, entzündliche Prozesse oder eine komplexe Wechselwirkung zwischen körperlicher Belastung und Stressregulation.
Für Betroffene steht jedoch zunächst nicht die Pathophysiologie im Vordergrund, sondern die Frage: Kommt mein Gehör zurück? Diese Unsicherheit macht den Hörsturz zu mehr als einer medizinischen Diagnose. Er ist ein Einschnitt, der körperliche, emotionale und soziale Dimensionen berührt – und der ernst genommen werden sollte.
Autor: Mazin Shanyoor
Wenn plötzlich nichts mehr geht!
Es gibt Momente im Leben, die kommen ohne Vorwarnung – und doch verändern sie alles. Kein dramatisches Ereignis, kein Sturz, kein äußerer Auslöser.
Nur ein plötzliches Gefühl im Ohr. Ein Druck. Ein Rauschen. Vielleicht ein schrilles Pfeifen. Und dann die irritierende Erkenntnis: Etwas stimmt nicht.
- Details
- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin






