Visite-Medizin
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Aktuelle medizinische Studie, News und Informationen für Patienten
Fibromyalgie – warum lässt mich mein Körper immer wieder im Stich
Autor: Mazin Shanyoor
Es gibt keinen klaren Anfang. Keine Szene, die man später erzählen könnte wie eine Ursprungsgeschichte. Keine Nacht, in der man einschläft und als ein anderer Mensch aufwacht.
Bei Fibromyalgie ist es eher ein langsames Kippen. Etwas verschiebt sich, fast unmerklich, und erst viel später versteht man, dass man längst auf unsicherem Grund steht. Der Körper fühlt sich zunächst nur „anders“ an. Ein wenig empfindlicher.
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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Die Scham der Psoriasis
Autor: Mazin Shanyoor
Es gibt Krankheiten, die beginnen leise. Sie bleiben zunächst im Inneren, verborgen vor Blicken, geschützt durch Kleidung, durch Höflichkeit, durch das Schweigen des Körpers.
Psoriasis gehört nicht dazu. Sie drängt nach außen. Sie meldet sich sichtbar. Und genau darin liegt ihre besondere Grausamkeit. Nicht, weil sie laut wäre im medizinischen Sinn, sondern weil sie den Körper in ein Gespräch zwingt, das man selbst nie führen wollte.
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Polyneuropathie – der Körper am Limit
Autor: Mazin Shanyoor
Polyneuropathie beginnt selten mit einem klaren Ereignis. Sie beginnt oft mit einem Misstrauen, das sich zwischen dich und deinen Körper schiebt. Ein Kribbeln in den Zehen, ein Brennen, das nicht zur Situation passt, ein Taubheitsgefühl, das sich nicht erklären lässt.
Nichts davon wirkt auf den ersten Blick spektakulär, und genau das macht es so gefährlich für die eigene innere Ruhe. Weil es klein anfängt, versucht man, es klein zu halten. Man erklärt es weg, man relativiert, man wartet ab. Und doch bleibt etwas zurück: die Ahnung, dass der Körper nicht mehr so zuverlässig antwortet wie früher.
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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Wenn der Körper seine Automatiken verliert – Dysautonomie und POTS als täglicher Ausnahmezustand
Autor: Mazin Shanyoor
Störungen des autonomen Nervensystems können Kreislaufprobleme, Herzrasen, Schwindel, Erschöpfung, Konzentrationsstörungen und eine ausgeprägte Belastungsintoleranz auslösen. Besonders POTS ist bei ME/CFS-Betroffenen häufig.
Viele Symptome überschneiden sich so stark, dass eine gezielte Kreislaufdiagnostik oft der Moment ist, in dem das Unsichtbare endlich sichtbar wird.
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Multiple Sklerose – wenn Schübe keine Normalität erlauben
Autor: Mazin Shanyoor
Multiple Sklerose ist eine Krankheit, auf die man sich nicht vorbereiten kann. Nicht, weil es keine Informationen gäbe, sondern weil Information hier keinen Schutz bietet. Man kann wissen, dass Schübe kommen können. Man kann wissen, dass sie unterschiedlich sind, unberechenbar, manchmal milde, manchmal brutal.
Und doch trifft jeder einzelne Schub so, als wäre er der erste. Nicht selten sogar schlimmer, weil er ein bereits fragiles Gleichgewicht erneut zerreißt.
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Typische Medikamente bei Morbus Menière: Wirkstoffe, Wirkweise, Nebenwirkungen und ihre Bedeutung im Alltag
Autor: Mazin Shanyoor
Morbus Menière ist keine Erkrankung, die sich auf einzelne Symptome reduzieren lässt. Schwindelattacken, Übelkeit, Ohrdruck, Hörschwankungen und Tinnitus greifen ineinander und beeinflussen nicht nur den Körper, sondern auch Sicherheit, Selbstvertrauen und Lebensplanung. Viele erleben die Krankheit als unberechenbar, weil sich Phasen relativer Stabilität abrupt mit schweren Anfällen abwechseln können. Medikamente sind deshalb für viele kein nebensächlicher Bestandteil der Behandlung, sondern ein Versuch, dem Krankheitsgeschehen Grenzen zu setzen und wieder mehr Vorhersehbarkeit in den Alltag zu bringen.
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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Morbus Menière – Ursachen, Diagnose und Behandlung
Autor: Mazin Shanyoor
Morbus Menière ist eine chronische Erkrankung des Innenohrs, die das Leben vieler Betroffener nachhaltig verändert. Sie betrifft nicht nur das Gleichgewichtsorgan, sondern auch das Hörvermögen und damit zentrale Sinnesfunktionen, auf die wir im Alltag ständig angewiesen sind. Die Erkrankung verläuft in Schüben, ist nicht heilbar, aber behandelbar. Gerade weil die Beschwerden oft plötzlich auftreten und schwer vorhersehbar sind, ist eine gute und verständliche Information besonders wichtig.
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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Morbus Menière: die chronische Ohrenkrankheit, die einen aus dem Leben reißt
Autor: Mazin Shanyoor
Es gibt Krankheiten, die machen Lärm. Sie drängen sich auf, sie zeigen sich, sie erklären sich fast von allein.
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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
ME/CFS: Wenn der Körper nach der Infektion nicht mehr zurückfindet
Autor: Mazin Shanyoor
ME/CFS hat nicht die eine Ursache. Nach heutigem medizinischem Kenntnisstand entsteht die Erkrankung multifaktoriell – durch das Zusammenwirken mehrerer biologischer Auslöser und Fehlregulationen im Körper. Wichtig ist: ME/CFS ist keine psychosomatische Erkrankung, sondern eine körperliche, chronische Multisystemerkrankung.
Es sieht oft nicht dramatisch aus. Und genau das macht es so brutal.
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Fibromyalgie: Wehe, wenn das Wetter umschlägt – und was die Umgebung nicht versteht
Autor: Mazin Shanyoor
Wetterfühligkeit ist nicht „Empfindlichkeit“. Für viele Menschen mit Fibromyalgie ist sie ein körperlicher Ausnahmezustand, der von außen oft unsichtbar bleibt. Wenn der Himmel kippt und der Körper schon vorher reagiert.
Es gibt diese Tage, an denen sich die Welt ganz normal anfühlt, zumindest auf dem Papier. Der Kalender ist voll, die Aufgaben sind klar, die Erwartungen von außen wirken vernünftig.
Und dann kippt etwas, manchmal so unspektakulär wie ein grauer Rand am Horizont. Ein Luftdruckwechsel, ein Wetterumschwung, ein Regen, der nicht einmal dramatisch wirkt.
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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Akuter Schwindel – Wenn die Welt kippt und niemand einen Namen dafür findet
Autor: Mazin Shanyoor
Schwierige Diagnose, fragile Erklärungen, begrenzte Hilfe – und das Gefühl, allein zu sein, obwohl man nicht allein ist. Der erste Moment: Wenn der Boden seine Verlässlichkeit verliert
Akuter Schwindel beginnt selten dramatisch angekündigt. Er kommt nicht mit einem lauten Knall, sondern mit einer Irritation, die sich zunächst kaum greifen lässt. Ein kurzer Moment des Schwankens.
Ein Gefühl, als hätte jemand den Raum minimal verschoben. Viele beschreiben es später so: nicht als Sturz, sondern als Verlust von Vertrauen.
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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Belegte Nebenwirkungen der mRNA-Impfstoffe von Pfizer-BioNTech/Moderna
Autor: Mazin Shanyoor
Myokarditis und Perikarditis: Wenn „selten“ plötzlich einen Namen bekommt – und das Herz zur Bühne einer Debatte wird, die im eigenen Körper beginnt!
Es gibt Sätze, die sich leicht sagen lassen, solange man sie nicht am eigenen Körper erproben muss. „Die Impfung ist sicher“ ist so ein Satz.
Er ist als gesellschaftliche Aussage gedacht, als Abwägung über Millionen Menschen hinweg.
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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Knochenmetastasen behandeln, Alltag halten – Leben zwischen Risiko und Routine
Autor: Mazin Shanyoor
Die Diagnose trifft nicht den Knochen. Sie trifft das ganze Leben. Wenn Medizin nicht mehr heilt, sondern hält – und warum genau darin Hoffnung liegen kann!
Es gibt Diagnosen, die nicht laut sind.

Sie kommen nicht mit einem einzigen Satz, der alles zerreißt.
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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Epilepsie: Die Angst vor dem nächsten Anfall
Autor: Mazin Shanyoor
Über Scham nach Kontrollverlust, die Erschöpfung ständiger Wachsamkeit und die Spannung zwischen dem Wunsch nach Sicherheit und dem Recht auf Normalität. Der unsichtbare Vorbehalt: Warum Angst oft erst nach dem Anfall beginnt.
Es gibt eine Sorte Angst, die sich nicht wie Angst anfühlt. Sie ist nicht schrill, nicht panisch, nicht spektakulär.
Sie kommt nicht mit großen Bildern, sondern mit kleinen Korrekturen im Alltag. Man sagt später ab, man geht früher nach Hause, man setzt sich lieber an den Rand.
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Epilepsie – Ursachen, Behandlung und Prognose
Autor: Mazin Shanyoor
Wenn das Gehirn nicht „spinnt“, sondern Warnsignale sendet, die man lange missversteht. Der erste Anfall ist kein Ereignis. Er ist ein Einschnitt, der in zwei Zeiten teilt.
Es gibt Diagnosen, die man eher wie ein Urteil hört, obwohl sie keines sind. Epilepsie gehört dazu.
Nicht, weil sie zwangsläufig gefährlich ist. Nicht, weil sie automatisch ein Leben zerstört. Sondern weil sie etwas berührt, das wir als selbstverständlich behandeln, bis es ins Wanken gerät: die stille Zuverlässigkeit des eigenen Gehirns.
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Akuter Schwindel: Übelkeit, Kreislauf, Erschöpfung – der Körper arbeitet im Krisenmodus
Autor: Mazin Shanyoor
Es gibt Symptome, die sich „nur“ unangenehm anfühlen. Und es gibt Symptome, die die Wirklichkeit selbst angreifen. Akuter Schwindel gehört zu dieser zweiten Sorte.
Er ist nicht einfach ein bisschen Unwohlsein, nicht bloß ein kurzer Moment, in dem man „komisch steht“.
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Triple-negativer Brustkrebs und die Zeit nach der belastenden Therapie
Autor: Mazin Shanyoor
Wenn das Ende der Behandlung nicht das Ende der Erschütterung ist. Der Moment danach fühlt sich nicht wie Freiheit an, sondern wie ein Sturz ins Offene.
Es gibt diesen Augenblick, auf den so vieles zuläuft. Monate, manchmal Jahre. Untersuchungen, Diagnosen, Entscheidungen, Behandlungen, Nebenwirkungen, Angst. Und dann endet die Therapie. Kein Tropf mehr, keine Bestrahlung, keine Termine im eng getakteten Kalender.
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Die miesen Tage der Fibromyalgie
Autor: Mazin Shanyoor
Der Moment, in dem der Körper nicht mehr fragt, sondern übernimmt. Wenn der Schmerz von 1 bis 10 eine 9 ist und nichts mehr geht!
Es gibt Tage, die beginnen nicht. Sie fallen über einen her. Ohne Übergang, ohne Vorwarnung. Man wacht nicht auf – man wird zurückgelassen.
Der Körper ist da, das Bewusstsein auch, aber irgendetwas dazwischen ist verrutscht. Die Verbindung, die sonst halbwegs funktioniert, ist unterbrochen. Bewegung fühlt sich nicht schwer an, sondern unmöglich.
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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Long Covid – wenn gar nichts mehr geht
Autor: Mazin Shanyoor
Über einen Körper, der nicht mehr trägt. Über Zweifel, die verletzen. Und über die Einsamkeit, die entsteht, wenn Leid erklärt statt geglaubt wird.
Es gibt einen Moment, den viele Menschen mit Long Covid sehr genau benennen können, auch wenn er sich kaum in Worte fassen lässt.
Es ist nicht der Tag der Infektion. Es ist nicht einmal der Tag, an dem klar wird, dass etwas nicht stimmt.
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Nach Chemo- und Strahlentherapie: Wenn das Gesundheitssystem einfach loslässt, bevor du wieder Boden spürst
Die letzte Infusion ist leider noch nicht das Ende der Erkrankung!
Es gibt ein Ende, das keines ist.
Ein Datum, das im Kalender wie eine Erlösung aussieht, aber sich im Körper nicht wie Erlösung anfühlt.
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Fibromyalgie – die Schwere des Alltags
Autor: Mazin Shanyoor
Wenn der Tag schon schwer ist, bevor er begonnen hat!
Es gibt Krankheiten, die mit einem klaren Bild auftreten. Mit einem Datum, an dem alles anders wurde. Mit einem Befund, der sich wie ein Stempel auf Papier anfühlt, eindeutig, greifbar, in einer Sprache geschrieben, die auch Außenstehende verstehen.
Und es gibt Fibromyalgie. Sie kommt nicht mit einem einzelnen Ereignis. Sie kommt mit einer Schwere. Nicht als dramatischer Einbruch, der alles auf einmal zerreißt, sondern als ein Gewicht, das sich leise in den Alltag legt, als hätte jemand die Schwerkraft nachjustiert, unmerklich, aber konsequent.
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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Femara (Letrozol) – Antihormonelle Behandlung bei hormonabhängigem Brustkrebs: Wenn Heilung sich wie Verlust anfühlt
Autor: Mazin Shanyoor
Leben mit der täglichen Therapie, den Nebenwirkungen, den psychischen Auswirkungen und der veränderten Leistungsfähigkeit!
Es gibt diesen Moment, der nach außen wie ein Ziel aussieht. Die Akutbehandlung ist geschafft, die Termine werden weniger, die Arztbriefe klingen strukturierter, die Sprache wird vorsichtiger optimistisch.
Viele Menschen im Umfeld atmen auf, manche sprechen das Wort „überstanden“ aus, als wäre damit ein Kapitel abgeschlossen.
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Long Covid: Wie mich diese unsichtbare Krankheit aus dem Leben reißt
Autor: Mazin Shanyoor
Es gibt Krankheiten, die nehmen einem etwas, und man sieht es sofort. Eine Narbe, ein Verband, ein Rollstuhl, ein Blick in den Spiegel, der erklärt, warum ein Mensch langsamer geworden ist.
Long Covid gehört oft nicht dazu. Long Covid ist die Art von Zerstörung, die keinen Krach macht.
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HER2-positiver Krebs und die Zeit nach der belastenden Therapie: Geheilt auf dem Papier, erschöpft im Leben
Autor: Mazin Shanyoor
Wenn der medizinische Schutzraum weg ist und niemand mehr zuständig ist
Es gibt Enden, die sich nicht wie Enden anfühlen. Nicht, weil man das Gute nicht erkennt, nicht, weil man undankbar wäre, nicht, weil man das Wort „krebsfrei“ nicht versteht.
Sondern weil der Körper eine andere Sprache spricht als Befunde. Weil die Seele eine andere Uhr hat als der Kalender. Weil das, was in der Behandlung als Ausnahmezustand sichtbar, benennbar und medizinisch eingerahmt war, im Danach in etwas übergeht, das kaum noch einen Rahmen hat.
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Migräne: Bullshit-Ratschläge zum in die Tonne treten – wenn Ahnungslosigkeit verletzt
Autor: Mazin Shanyoor
Es gibt Schmerzen, die man sieht. Ein Gips, eine Schiene, ein Verband, ein Gesicht, das blau ist vom Aufprall. Die Welt hat für sichtbare Verletzungen eine eingeübte Sprache: Vorsicht, Rücksicht, Mitleid, Respekt.
Und dann gibt es Migräne. Ein Wort, das in Gesprächen oft so leicht ausgesprochen wird, als wäre es eine stilvolle Variante von „Kopfschmerz“, ein bisschen dramatischer vielleicht, aber im Kern doch etwas, das man wegatmen könne.
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ME/CFS: Post-Exertional Malaise – die Strafe für jede Anstrengung
Autor: Mazin Shanyoor
Post-Exertional Malaise (PEM) ist für viele Betroffene das brutalste Merkmal von ME/CFS: Eine massive, oft verzögerte Verschlechterung nach kleinster Belastung, die Stunden, Tage oder Wochen dauern kann.
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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Nach der Krebstherapie – Gefühl des Alleingelassenseins sowie soziale und berufliche Schwierigkeiten
Autor: Mazin Shanyoor
Es gibt einen Moment, den viele Menschen nach einer Krebstherapie nie vergessen, gerade weil er so unspektakulär wirkt. Kein dramatischer Befund, kein lautes Ereignis, keine Sirene.
Nur ein letzter Termin, ein letztes Gespräch, ein letzter Blick auf den Kalender – und dann dieses seltsame, fast körperliche Gefühl: Die intensive Begleitung ist vorbei. Die Tür der Behandlung fällt ins Schloss, und das, was zuvor jeden Tag Struktur, Halt und Aufmerksamkeit hatte, wird plötzlich leise.
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Nach der Krebstherapie: Schlafstörungen
Autor: Mazin Shanyoor
Wenn die Nacht nicht mehr schützt, sondern auslaugt
Es gibt einen Moment nach der Krebstherapie, den kaum jemand vorbereitet. Die Behandlungen sind beendet, die Termine werden weniger, das medizinische Umfeld zieht sich langsam zurück. Von außen beginnt das Kapitel „Danach“. Doch innen beginnt oft etwas völlig anderes.
Sobald es Abend wird und das Licht gedimmt ist, sobald der Körper ins Bett sinkt und die Welt still wird, zeigt sich eine Wahrheit, die tagsüber noch verborgen war. Der Schlaf, einst ein selbstverständlicher Rückzugsort, ist nicht mehr verlässlich.
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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Wenn Migräne bei Jugendlichen in die Psychoecke gestellt wird – und gut gemeinte Ratschläge tief verletzen
Autor: Mazin Shanyoor
Ein Erfahrungsbericht – weil manche Verletzungen nicht im Kopf beginnen, aber dort für immer bleiben
Es gibt Schmerzen, die nicht nur weh tun. Sie verändern, wie du dich in der Welt bewegst. Sie verändern, wie du dich selbst anschaust. Und sie verändern, wie du anderen Menschen vertraust. Migräne ist so ein Schmerz.
Nicht, weil sie „nur Kopfschmerz“ wäre, sondern weil sie dich in einen Zustand wirft, in dem nichts mehr normal ist: Licht wird zum Angriff, Geräusche zu Schlägen, jeder Gedanke zu schwer, jeder Atemzug zu laut im eigenen Körper.
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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Nach der Chemotherapie: Kognitive Einschränkungen – wenn der Kopf nicht mehr gehorcht („Chemo-Brain“)
Autor: Mazin Shanyoor
Wenn die Therapie endet, aber der eigene Geist nicht zur Ruhe kommt!
Viele Menschen stellen sich das Ende einer Chemotherapie als einen klaren Wendepunkt vor. Der letzte Beutel läuft durch, die letzte Infusion tropft, der Kalender zeigt endlich ein Danach. Für das Umfeld beginnt in diesem Moment die Phase der Erleichterung.
Man gratuliert, man atmet auf, man spricht von einem neuen Kapitel. Doch für viele Betroffene fühlt sich dieser Übergang nicht wie ein Abschluss an, sondern wie der Beginn einer neuen, schwer greifbaren Unsicherheit. Der Körper ist geschwächt, aber sichtbar auf dem Weg der Erholung. Der Kopf hingegen folgt diesem Weg nicht automatisch.
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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin










