Visite-Medizin
– Wir für Dich –
Aktuelle medizinische Studie, News und Informationen für Patienten
Neue Mammographie-Leitlinien der USPSTF: Ein wichtiger Schritt zur Früherkennung von Brustkreb
Autor: Mazin Shanyoor
Die US Preventive Services Task Force (USPSTF) hat ihre Empfehlungen zur Brustkrebsvorsorge aktualisiert und empfiehlt nun, dass Frauen ab dem 40. Lebensjahr alle zwei Jahre eine Mammographie durchführen lassen sollten. Diese Änderung stellt eine Verschiebung gegenüber den bisherigen Richtlinien dar, die eine Mammographie erst ab dem 50. Lebensjahr vorsahen. Diese Anpassung basiert auf neuen Analysen, die zeigen, dass die Früherkennung von Brustkrebs insbesondere für jüngere Frauen von großem Nutzen sein kann.
- Details
- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Herz-Kreislauf-Risiko: Risiken einer 8-Stunden-Diät
Autor: Mazin Shanyoor
Eine überraschende Studie der American Heart Association (AHA) hat ergeben, dass eine 8-stündige zeitlich begrenzte Ernährung mit einem um 91% höheren Risiko für kardiovaskulären Tod verbunden ist. Diese Ergebnisse werfen ernsthafte Fragen über die Langzeitauswirkungen beliebter Diätpraktiken auf und betonen die Notwendigkeit einer individualisierten Ernährungsberatung basierend auf dem Gesundheitszustand jedes Einzelnen.
- Details
- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Was bedeutet ein vergrößerter rechter Vorhof des Herzens?
Autor: Mazin Shanyoor
Eine Diagnose, die eine Vergrößerung des rechten Vorhofs des Herzens beschreibt, kann bei vielen Patienten Besorgnis auslösen. Insbesondere wenn der rechte Vorhof (RA - rechter Atrium) betroffen ist, stellt sich die Frage nach den Ursachen, möglichen Risiken und Behandlungsmöglichkeiten. Was bedeutet ein vergrößerter rechter Vorhof und welche Schritte zur weiteren Untersuchung und Behandlung sollten eingeleitet werden?
- Details
- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Warum tritt rheumatoide Arthritis in den Fingern häufiger bei Frauen auf?
Autor: Mazin Shanyoor
Arthritis in den Fingern betrifft eine Körperregion, die im Alltag ständig im Einsatz ist: beim Halten, Schreiben, Öffnen, beim feinmotorischen Arbeiten. Was früher mühelos gelang, ist plötzlich von Schmerz, Steifigkeit oder sichtbarer Schwellung begleitet. Dadurch wirkt die Erkrankung größer als ein „lokales Gelenkproblem“, weil die Hände zugleich Werkzeug, Kommunikationsmittel und Ausdruck von Selbstständigkeit sind.
- Details
- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Bedeutung der Phase-3-Studie zu BNT323/DB-1303 bei metastasiertem Brustkrebs
Autor: Mazin Shanyoor
BioNTech und DualityBio führen derzeit eine bedeutende Phase-3-Studie durch, um die Wirksamkeit und Sicherheit eines neuen Antikörper-Wirkstoff-Konjugats (ADC), BNT323/DB-1303, bei Patienten mit metastasiertem Brustkrebs zu untersuchen. Dieser innovative Therapieansatz richtet sich gegen HER2-positive und HER2-low Tumore und zeigt vielversprechende Ergebnisse in präklinischen und klinischen Studien.
- Details
- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Einfluss der psychischen Gesundheit auf die Erholung nach einem Herzinfarkt
Autor: Mazin Shanyoor
Eine wegweisende Studie der American College of Cardiology hat herausgefunden, dass psychische Belastungen wie Depressionen oder Angstzustände nach einem Herzinfarkt das Risiko eines erneuten Herzereignisses innerhalb von fünf Jahren verdoppeln können. Diese Erkenntnisse verdeutlichen die immense Bedeutung der psychischen Gesundheit für die Erholung nach einem Herzinfarkt.
- Details
- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Einfluss der Beinmuskulatur auf die Prognose nach einem Herzinfarkt
Autor: Mazin Shanyoor
Ein neuer Ansatz in der Rehabilitation
Eine kürzlich vorgestellte Studie auf dem Kongress der European Society of Cardiology's Heart Failure 2023 hat wichtige Erkenntnisse zur Rehabilitation von Herzinfarktpatienten geliefert. Die Studie zeigt, dass Patienten mit stärkeren Quadrizepsmuskeln, das sind die großen Muskeln an der Vorderseite der Oberschenkel, seltener eine Herzinsuffizienz entwickeln. Diese Entdeckung legt nahe, dass gezieltes Krafttraining der Quadrizepsmuskeln eine wertvolle Ergänzung zur herkömmlichen Rehabilitation nach einem Herzinfarkt sein könnte.
- Details
- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Pembrolizumab (Keytruda) in Kombination mit Chemotherapie bei fortgeschrittenem triple-negativen Brustkrebs
Autor: Mazin Shanyoor
Die Behandlung von fortgeschrittenem triple-negativen Brustkrebs (TNBC) stellt eine große Herausforderung dar, da diese Form des Brustkrebses oft aggressiver verläuft und weniger therapeutische Zielstrukturen aufweist. Eine vielversprechende neue Behandlungsmethode wird in der KEYNOTE-355-Studie untersucht, welche die Wirksamkeit von Pembrolizumab (Handelsname: Keytruda) in Kombination mit Chemotherapie bei fortgeschrittenem TNBC evaluiert. Pembrolizumab, ein Immuncheckpoint-Inhibitor, blockiert das Protein PD-L1 und verstärkt dadurch die Fähigkeit des Immunsystems, Krebszellen zu bekämpfen.
- Details
- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Upadacitinib (Rinvoq): Hoffnung für Patienten mit Morbus Crohn, rheumatischen Erkrankungen oder Psoriasis
Autor: Mazin Shanyoor
Upadacitinib, bekannt unter dem Handelsnamen Rinvoq, ist ein Januskinase (JAK) Inhibitor, der ursprünglich zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis zugelassen wurde. In neuen Studien wurde das Potenzial dieses Medikaments auch bei anderen Erkrankungen wie axialer Spondyloarthritis (axSpA), Psoriasis-Arthritis (PsA) und Morbus Crohn untersucht. Die Ergebnisse dieser Studien sind vielversprechend und deuten darauf hin, dass Upadacitinib bald für weitere Indikationen zugelassen werden könnte.
- Details
- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Fortschritte bei der Behandlung von Morbus Crohn durch Stammzelltherapie
Autor: Mazin Shanyoor
Die Behandlung von Morbus Crohn, einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung, stellt für viele Patienten eine große Herausforderung dar. Herkömmliche Therapien erzielen oft nur begrenzte Erfolge und können schwerwiegende Nebenwirkungen haben. Eine neue Studie der UC Davis Health zeigt jedoch, dass mesenchymale Stammzellen (MSCs) eine vielversprechende Alternative darstellen könnten.
- Details
- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Fortschritte in der Behandlung von Gebärmutterhalskrebs
Autor: Mazin Shanyoor
Ein neuer Hoffnungsschimmer für Patienten
Die Behandlung von Gebärmutterhalskrebs hat in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte gemacht, insbesondere durch die Kombination von Immuntherapie und Chemoradiation. Diese neuen Behandlungsansätze bieten Patienten mit lokal fortgeschrittenem Gebärmutterhalskrebs neue Hoffnung auf Heilung und eine bessere Lebensqualität.
- Details
- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Gebärmutterhalskrebs: Symptome, Behandlung und Prognose
Autor: Mazin Shanyoor
Gebärmutterhalskrebs, medizinisch Zervixkarzinom genannt, ist eine bösartige Erkrankung, die vom Gewebe des Gebärmutterhalses ausgeht. Der Gebärmutterhals ist der untere, schmale Teil der Gebärmutter, der in die Scheide mündet. Diese Krebsart ist besonders heimtückisch, da sie im Frühstadium oft symptomlos verläuft. Dennoch gibt es Möglichkeiten der Früherkennung, wirksame Behandlungsmethoden und Vorsorgemaßnahmen, um das Risiko zu minimieren.
- Details
- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Fortschritte in der Stammzelltherapie zur Behandlung von Herzmuskelschwäche nach Herzinfarkt
Autor: Mazin Shanyoor
Das Henry Ford Hospital in Detroit setzt derzeit auf innovative Studien, um die Lebensqualität von Patienten mit geschwächter Herzmuskelfunktion nach einem Herzinfarkt zu verbessern. Im Mittelpunkt dieser Forschung steht die Anwendung von Stammzelltherapien, die vielversprechende Ergebnisse hinsichtlich der Regeneration des Herzgewebes zeigen.
- Details
- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen nach Fruchtbarkeitsbehandlungen (Reproduktionsmedizin)
Autor: Mazin Shanyoor
Eine umfassende Untersuchung von Krankenhausdaten durch Experten der Rutgers Health hat einen beunruhigenden Zusammenhang zwischen Fruchtbarkeitsbehandlungen und einem erhöhten Risiko für Herzerkrankungen nach der Entbindung festgestellt. Die Studie analysierte mehr als 31 Millionen Krankenhausdatensätze und zeigte, dass Patientinnen, die sich einer Fruchtbarkeitsbehandlung unterzogen hatten, im Jahr nach der Entbindung doppelt so häufig wegen einer Herzerkrankung ins Krankenhaus eingeliefert wurden wie Patientinnen, die auf natürlichem Wege schwanger geworden waren.
- Details
- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
FDA genehmigt Wegovy zur Reduktion von Herz-Kreislauf-Risiken bei Übergewichtigen
Autor: Mazin Shanyoor
Die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) hat am 8. März 2024 einen wichtigen Fortschritt in der Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei übergewichtigen und fettleibigen Erwachsenen zugelassen. Die Behörde hat den Einsatz von Wegovy (Semaglutid) zur Senkung des Risikos von kardiovaskulären Todesfällen, Herzinfarkten und Schlaganfällen bei betroffenen Erwachsenen zugelassen. Das Medikament sollte zusätzlich zu einer kalorienreduzierten Diät und vermehrter körperlicher Aktivität eingenommen werden.
- Details
- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Ceralasertib könnte Immuntherapie effektiver machen
Autor: Mazin Shanyoor
Das neue Medikament Ceralasertib, das in einer aktuellen Studie untersucht wurde, könnte die Wirksamkeit von Immuntherapien bei Krebspatienten deutlich verbessern. Die viel versprechenden Ergebnisse wurden im Journal of Clinical Investigation veröffentlicht.
- Details
- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Moderne Immuntherapie in der Krebsbehandlung
Autor: Mazin Shanyoor
Die Behandlung von Krebserkrankungen hat in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht. Eine der innovativsten Entwicklungen ist die Immuntherapie, ein Ansatz, der das körpereigene Immunsystem nutzt, um Krebszellen zu bekämpfen. Dieser Artikel gibt einen umfassenden Überblick über die Funktionsweise, verschiedene Ansätze und aktuelle Entwicklungen in der Immuntherapie.
Funktionsweise der Immuntherapie
Das Immunsystem schützt den Körper vor Infektionen und abnormalen Zellen, die zu Krebs führen können. Krebszellen entwickeln jedoch Mechanismen, um sich der Erkennung durch das Immunsystem zu entziehen oder dessen Reaktionen zu unterdrücken. Die Immuntherapie zielt darauf ab, diese Schutzmechanismen zu durchbrechen und das Immunsystem zu reaktivieren, damit es Krebszellen effektiv erkennen und bekämpfen kann. Dies geschieht auf verschiedene Weise, unter anderem durch die Blockade von Immun-Checkpoints, genetische Modifikationen von Immunzellen oder den Einsatz von Impfstoffen.
Checkpoint-Inhibitoren: Fortschrittliche Ansätze in der Krebstherapie
Checkpoint-Inhibitoren haben die Krebstherapie erheblich erweitert, indem sie bestimmte Bremsen des Immunsystems deaktivieren. Diese „Bremsen“ werden normalerweise genutzt, um das Immunsystem zu regulieren und übermäßige Entzündungen zu verhindern. Krebszellen missbrauchen diese Mechanismen, um sich vor Immunangriffen zu schützen. Checkpoint-Inhibitoren blockieren diese Signalwege, wodurch Immunzellen wieder Tumorzellen angreifen können.
Pembrolizumab (Keytruda): Dieses Medikament hat sich insbesondere bei metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) mit hoher PD-L1-Expression bewährt. Darüber hinaus wird es zur adjuvanten Behandlung von Melanomen im Stadium IIB und IIC eingesetzt und verlängert das rezidivfreie Überleben.
Atezolizumab (Tecentriq): Ein weiteres innovatives Medikament, das in Kombination mit Chemotherapie bei NSCLC und anderen Krebsarten eingesetzt wird. Es ist besonders für Patienten ohne EGFR- oder ALK-Mutationen geeignet und zeigt in klinischen Studien eine signifikante Verlängerung des Überlebens.
CAR-T-Zelltherapien: Personalisierte Immuntherapie
Die CAR-T-Zelltherapie (Chimeric Antigen Receptor T-Cell Therapy) ist ein personalisierter Ansatz, der sich bei hämatologischen Malignomen wie akuter lymphoblastischer Leukämie (ALL) und bestimmten Lymphomtypen bewährt hat. Bei dieser Methode werden T-Zellen des Patienten genetisch so modifiziert, dass sie spezifisch Tumorzellen angreifen können.
Behandlungsprozess und Wirkungsweise
Die Therapie beginnt mit der Entnahme von T-Zellen aus dem Blut des Patienten. Diese Zellen werden im Labor genetisch verändert, sodass sie einen chimären Antigenrezeptor (CAR) exprimieren, der gezielt Tumorzellen erkennt. Nach der Expansion im Labor werden die Zellen dem Patienten zurückgegeben, wo sie wie eine biologische Präzisionswaffe gegen den Tumor wirken.
Klinische Forschung und Zulassungen
CAR-T-Zelltherapien haben in klinischen Studien beeindruckende Ergebnisse erzielt. Mehrere Therapien sind inzwischen zugelassen:
- Tisagenlecleucel (Kymriah): Zugelassen für B-Zell-ALL bei jungen Patienten und diffus großzelliges B-Zell-Lymphom (DLBCL).
- Axicabtagen-Ciloleucel (Yescarta): Eingesetzt bei DLBCL und primärem mediastinalem großzelligem B-Zell-Lymphom.
- Lisocabtagen-Maraleucel (Breyanzi): Wirksam bei refraktären oder rezidivierten großzelligen B-Zell-Lymphomen.
Herausforderungen und Perspektiven
Die Behandlung ist nicht frei von Herausforderungen. Nebenwirkungen wie das Zytokin-Freisetzungssyndrom und neurotoxische Effekte erfordern eine engmaschige Überwachung. Die Forschung konzentriert sich derzeit auf die Entwicklung von CAR-T-Zellen für solide Tumoren und auf die Minimierung der Toxizität.
mRNA-Impfstoffe: Neue Wege in der Immuntherapie
Die mRNA-Technologie, die durch COVID-19-Impfstoffe bekannt wurde, wird nun auch in der Onkologie eingesetzt. Diese Impfstoffe können das Immunsystem anregen, spezifische Tumorantigene zu erkennen und zu bekämpfen.
Autogene Cevumeran: Ein von BioNTech und Genentech entwickelter individualisierter Impfstoff, der bei Pankreaskarzinomen in Kombination mit anderen Therapien vielversprechende Ergebnisse zeigt.
mRNA-4157 (V940): Entwickelt von Moderna und MSD, hat dieser Impfstoff das Potenzial, das Risiko von Rückfällen bei Melanomen zu senken.
Kombinationstherapien: Synergien in der Krebstherapie
Die Kombination von Immuntherapien mit Chemotherapie, Strahlentherapie oder zielgerichteten Therapien hat das Potenzial, die Wirksamkeit zu steigern. Ein Beispiel ist Sugemalimab, das in Kombination mit Chemotherapie bei Lungenkrebs angewendet wird und beeindruckende Ergebnisse zeigt.
Herausforderungen und zukünftige Entwicklungen
Obwohl die Immuntherapie vielversprechend ist, gibt es Herausforderungen. Nicht alle Patienten sprechen auf die Therapie an, und Nebenwirkungen können schwerwiegend sein. Zukünftige Forschung zielt darauf ab, personalisierte Ansätze zu entwickeln, Biomarker zu identifizieren und die Kosten der Behandlung zu senken, um sie einem breiteren Patientenkreis zugänglich zu machen.
Fazit
Die Immuntherapie hat die Krebstherapie nachhaltig verändert und bietet Patienten mit bisher schwer behandelbaren Krebserkrankungen neue Hoffnung. Von Checkpoint-Inhibitoren über CAR-T-Zelltherapien bis hin zu mRNA-Impfstoffen – die Fortschritte in diesem Bereich eröffnen zahlreiche Möglichkeiten, Krebs effektiver zu bekämpfen.
Quellen
- Grupp, S. A., Kalos, M., Barrett, D., et al. (2013). Chimeric Antigen Receptor–Modified T Cells for Acute Lymphoid Leukemia. New England Journal of Medicine, 368(16), 1509-1518.
- Neelapu, S. S., Locke, F. L., Bartlett, N. L., et al. (2017). Axicabtagene Ciloleucel CAR T-Cell Therapy in Refractory Large B-Cell Lymphoma. New England Journal of Medicine, 377(26), 2531-2544.
- Maude, S. L., Laetsch, T. W., Buechner, J., et al. (2018). Tisagenlecleucel in Children and Young Adults with B-Cell Lymphoblastic Leukemia. New England Journal of Medicine, 378(5), 439-448.
- Abramson, J. S., Palomba, M. L., Gordon, L. I., et al. (2020). Lisocabtagen Maraleucel for Relapsed or Refractory Large B-Cell Lymphoma. The Lancet Oncology, 21(5), 612-623.
- Schuster, S. J., Bishop, M. R., Tam, C. S., et al. (2019). Tisagenlecleucel in Adult Relapsed or Refractory Diffuse Large B-Cell Lymphoma. New England Journal of Medicine, 380(1), 45-56.
- Wang, M., Munoz, J., Goy, A., et al. (2020). KTE-X19 CAR T-Cell Therapy in Relapsed or Refractory Mantle-Cell Lymphoma. New England Journal of Medicine, 382(14), 1331-1342.
- Details
- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Wegovy: Effektiver Gewichtsverlust und nachhaltige Ergebnisse
Autor: Mazin Shanyoor
Eine neue Studie zeigt, dass Erwachsene mit Übergewicht oder Adipositas, die Wegovy (Semaglutid) einnehmen, durchschnittlich 10 Prozent ihres Körpergewichts verlieren und ihren Taillenumfang um fast 8 Zentimeter verringern. Diese Ergebnisse wurden am 13. Mai in Nature Medicine veröffentlicht und auf dem Europäischen Kongress über Adipositas (ECO) in Venedig, Italien, vorgestellt.[1]
- Details
- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Leben mit Knochenmetastasen: Ursachen, Risiken, Behandlungsmöglichkeiten und die Frage "Woran sterbe ich?"
Autor: Mazin Shanyoor
Knochenmetastasen entstehen, wenn Krebszellen aus einem Primärtumor in die Knochen streuen. Diese Metastasen markieren meist ein fortgeschrittenes Stadium der Krebserkrankung und können in jedem Knochen auftreten, besonders häufig jedoch in der Wirbelsäule, den Hüften und den Oberschenkeln. Sie sind ein Zeichen dafür, dass der Krebs sich im Körper ausgebreitet hat, doch sie bedeuten nicht zwangsläufig das Ende aller Perspektiven. Dank moderner Medizin können die Symptome behandelt, Schmerzen gelindert und die Lebensqualität verbessert werden.
Die Auswirkungen von Knochenmetastasen auf den Körper sind erheblich. Neben starken Schmerzen, die den Alltag beeinträchtigen, kommt es häufig zu Komplikationen wie Frakturen, Hyperkalzämie und einer Schwächung des Immunsystems. Diese körperlichen Herausforderungen gehen oft mit psychischen Belastungen einher. Doch trotz der Schwere der Erkrankung gibt es heute zahlreiche Ansätze, um das Leben mit Knochenmetastasen zu erleichtern.
Im Folgenden wird ein genauer Blick auf die Ursachen und Risiken von Knochenmetastasen geworfen, die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten aufgezeigt und die Frage erörtert, woran man bei dieser Erkrankung letztlich stirbt. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf der medizinischen Dimension, sondern auch auf den menschlichen Aspekten: Wie lässt sich trotz einer schweren Diagnose Hoffnung, Würde und Lebensqualität bewahren?
- Details
- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Mit sanfter Pflanzenkraft gegen koronare Herzkrankheit und weitere Herzinfarkte
Höchste Zeit, sich liebevoll um seine Gesundheit zu kümmern
Ein Herzinfarkt oder eine koronare Herzkrankheit kann das Leben auf den Kopf stellen. Vielleicht fragen Sie sich, wie es jetzt weitergeht und was Sie tun können, um Ihr Herz bestmöglich zu schützen. Die gute Nachricht ist: Sie sind nicht machtlos! Neben Medikamenten gibt es viele natürliche Wege, Ihre Herzgesundheit zu unterstützen und sich rundum besser zu fühlen..
Unsere Herzkranzgefäße versorgen den Herzmuskel mit Sauerstoff und Nährstoffen – damit er kräftig schlagen kann. Doch mit der Zeit können sich Ablagerungen in den Arterien bilden, die die Durchblutung erschweren. Wenn das Herz nicht mehr genügend Sauerstoff bekommt, kann es zu Beschwerden wie Brustschmerzen, Kurzatmigkeit oder im schlimmsten Fall einem Herzinfarkt kommen. Deshalb ist es so wichtig, die Gefäße gesund und geschmeidig zu halten.
Ein kurzer inhaltlicher Schlenker, warum Gefäßschutz überhaupt Sinn macht.
Mit dem gestörten Blutfluss fängt alles an
Unsere Blutgefäße sind wie die Lebensadern unseres Körpers – sie bringen Sauerstoff und Nährstoffe genau dorthin, wo sie gebraucht werden. Stellen Sie sich ein gut funktionierendes Straßennetz vor: Solange alles frei ist, fließt der Verkehr reibungslos. Doch wenn sich Ablagerungen bilden, kommt es zu Staus, und irgendwann kann es zu einem kompletten Stillstand kommen – genau wie bei einem Herzinfarkt
Kurzum: Deshalb ist es so wichtig, diese Lebensadern gesund und durchlässig zu halten.
Bei koronarer Herzkrankheit oder nach einem Herzinfarkt: Wie Sie Ihr Herz schützen und Ihr Leben zurückgewinnen können
Ein Herzinfarkt kann ein erschreckendes Erlebnis sein. Viele Menschen fühlen sich danach unsicher, ängstlich oder sogar überfordert – und das ist völlig verständlich. Vielleicht fragen Sie sich: Wie kann ich mein Herz jetzt bestmöglich unterstützen? Was kann ich tun, um so lange wie möglich gesund zu bleiben? Die gute Nachricht ist: Sie können eine Menge tun, um Ihr Herz zu stärken und mit neuer Zuversicht in die Zukunft zu schauen.
Das Leben nach dem Herzinfarkt: Wie Sie Ihr Herz schützen und neue Kraft gewinnen
Ein Herzinfarkt verändert das Leben. Viele Betroffene fragen sich: Wie geht es jetzt weiter? Was kann ich tun, um mein Herz bestmöglich zu schützen? Die gute Nachricht ist: Mit der richtigen Lebensweise und einer gezielten medizinischen Begleitung können Sie Ihr Risiko senken und wieder aktiv am Leben teilnehmen.
Erholung und Anpassung an den neuen Alltag
Nach einem Herzinfarkt braucht der Körper Zeit zur Regeneration. Direkt nach der Akutphase folgt meist eine Reha, in der Betroffene lernen, ihren Lebensstil an die neue Situation anzupassen. Dazu gehören schonende Bewegung, gesunde Ernährung und das Management von Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes oder Stress.
Regelmäßige, angepasste Bewegung stärkt das Herz-Kreislauf-System. Ärzte empfehlen moderate Aktivitäten wie Spazierengehen, Schwimmen oder Radfahren, die das Herz schonen und gleichzeitig trainieren. Wichtig ist, sich nicht zu überfordern und auf Warnsignale wie Brustschmerzen oder starke Erschöpfung zu achten.
Ernährung: Gefäße schützen und das Herz stärken
Eine herzfreundliche Ernährung ist entscheidend. Empfehlenswert sind:
- Obst und Gemüse – reich an Antioxidantien, die Entzündungen hemmen
- Gesunde Fette – aus Olivenöl, Nüssen und Fisch für gesunde Gefäße
- Ballaststoffe – aus Vollkornprodukten zur Senkung des Cholesterinspiegels
Nach einem Infarkt ist eine dauerhafte medikamentöse Therapie meist unumgänglich. Blutverdünner, Cholesterinsenker und Blutdruckmittel helfen, erneute Infarkte zu verhindern. Regelmäßige ärztliche Kontrollen sind wichtig, um den Gesundheitszustand zu überwachen.
Psychische Belastung bewältigen
Ein Herzinfarkt geht oft mit Ängsten und Unsicherheiten einher. Gespräche mit Ärzten, Selbsthilfegruppen oder psychologische Unterstützung können helfen, Ängste zu bewältigen und das Vertrauen in den eigenen Körper zurückzugewinnen.
Leben mit neuer Achtsamkeit
Das Leben nach einem Herzinfarkt bedeutet Umstellung – aber es bietet auch eine Chance. Mit einer gesunden Lebensweise, regelmäßiger Bewegung und der richtigen Unterstützung kann das Risiko für einen erneuten Infarkt gesenkt und die Lebensqualität erheblich verbessert werden.
Koronare Herzkrankheit (KHK): So schützen Sie Ihr Herz und bleiben aktiv
Die koronare Herzkrankheit (KHK) ist eine der häufigsten Herz-Kreislauf-Erkrankungen und entsteht, wenn die Herzkranzgefäße durch Ablagerungen verengt werden. Dadurch wird die Sauerstoffversorgung des Herzens eingeschränkt – mit potenziell lebensbedrohlichen Folgen wie einem Herzinfarkt.
Die Hauptursache für KHK ist die Arteriosklerose, also die Verkalkung der Gefäße. Sie entsteht durch Ablagerungen aus Fett, Cholesterin und Entzündungszellen an den Gefäßwänden. Risikofaktoren sind unter anderem:
- Bluthochdruck und hohes Cholesterin
- Rauchen und Diabetes
- Übergewicht und Bewegungsmangel
- Stress und ungesunde Ernährung
Frühe Anzeichen und Warnsignale erkennen
Oft bleibt die Erkrankung lange unbemerkt, bis sich erste Warnsignale zeigen:
- Brustschmerzen (Angina pectoris), oft bei Belastung
- Atemnot und Engegefühl in der Brust
- Müdigkeit und Leistungsschwäche
In schweren Fällen kann ein vollständiger Gefäßverschluss zu einem Herzinfarkt führen.
Therapiemöglichkeiten und Wege zur Vorbeugun
Die Therapie zielt darauf ab, die Durchblutung des Herzens zu verbessern und das Fortschreiten der Krankheit zu stoppen. Dazu gehören:
- Lebensstiländerung: Gesunde Ernährung, Bewegung, Rauchstopp
- Medikamente: Blutdrucksenker, Cholesterinsenker, Blutverdünner
- Interventionen: In schweren Fällen helfen Stents oder eine Bypass-Operation
KHK ist eine ernste Erkrankung, die rechtzeitig erkannt und behandelt werden sollte. Durch eine herzgesunde Lebensweise lassen sich viele Risikofaktoren minimieren und das Fortschreiten der Krankheit bremsen.
Ein erneuter Herzinfarkt ist eine reale Gefahr, denn das Herz hat bereits Schaden genommen. Wenn die zugrundeliegenden Ursachen – wie verengte oder verhärtete Gefäße – nicht behandelt werden, bleibt das Risiko hoch. Doch genau hier liegt die Chance: Vieles kann getan werden, um das Herz zu entlasten und ein weiteres lebensbedrohliches Ereignis zu verhindern.
Die empfohlenen ärztlichen Medikamente helfen, das Herz zu stärken, den Blutdruck zu regulieren und gefährliche Blutgerinnsel zu verhindern.

Zum Glück hält die Natur wertvolle Schätze bereit, die Ihr Herz auf natürliche Weise unterstützen können. Heilpflanzen und bestimmte Nährstoffe können helfen, die Gefäße zu schützen, Entzündungen zu hemmen und das Herz zu entlasten. Grüner Tee zum Beispiel ist nicht nur ein wohltuendes Getränk, sondern auch reich an Antioxidantien, die Ihre Gefäße geschmeidig halten und den Cholesterinspiegel in Balance bringen können.
Aroniabeeren sind reich an sekundären Pflanzenstoffen, die entzündungshemmend wirken und die Durchblutung fördern. Resveratrol, das unter anderem in roten Trauben vorkommt, unterstützt die Gefäßgesundheit und kann helfen, das Herz vor weiteren Schäden zu bewahren. Quercetin, ein Pflanzenstoff aus Zwiebeln und Äpfeln, wirkt blutdrucksenkend und schützt die Gefäße vor Verkalkung. Zudem sind Vitamin B12 und Cholin wichtige Bausteine für den Fettstoffwechsel und die Nerven, was insbesondere für die Herzfunktion und die Regeneration nach einem Infarkt eine Rolle spielt.
Was kann getan werden?
Verschiedene Pflanzenstoffe können sich in ihrer Wirkung ergänzen und so gezielt zur Unterstützung der Herzgesundheit beitragen. Während eine ausgewogene Ernährung die Grundlage bildet, kann es sinnvoll sein, gezielt bestimmte Substanzen zu kombinieren, um deren volle Wirkung auszuschöpfen. Eine abgestimmte Mischung aus Antioxidantien und herzfreundlichen Nährstoffen kann dazu beitragen, die Gefäße zu schützen und das Risiko für Arteriosklerose zu reduzieren.
Einige dieser Substanzen möchten wir Ihnen hier etwas näher vorstellen.
Aroniabeeren als Vitamin-Booster mit Zell-Schutz gegen Arteriosklerose
Die frischen Aroniabeeren sind rot, dunkel-violett oder gar schwarz (das hängt auch von der jeweiligen Sorte ab), etwa so groß wie Heidelbeeren und schmecken säuerlich-herb. Weil die Früchte wie kleine Äpfel aussehen, werden sie auch als Apfelbeeren bezeichnet. Die Pflanzen sind sehr robust und überstehen selbst niedrige Temperaturen ohne Probleme. Sie kommen eigentlich aus Nordamerika, wo sie vor allem von Indianern schon früh geschätzt und genutzt wurden.
Tatsächlich punkten die Beeren durch ihren hohen Anteil an antioxidativen Substanzen. Diese sind in der Lage, den Körper vor freien Radikalen zu bewahren. Freie Radikale sind zwar bis zu einem gewissen Grad normal. Wenn sie aber überhandnehmen und sich im Körper immer mehr ausbreiten - bedingt etwa durch Schadstoffe, Zigarettenrauch, Umweltgifte usw. - dann leiden Herz, Gefäße und Zellen ganz gewaltig darunter. Dadurch steigt, so heißt es, das Risiko, Bluthochdruck zu erleiden.
Ganz abgesehen davon sind Aroniabeeren regelrechte Vitamin-Bomben. Forscher haben herausgefunden, dass in den kleinen Früchten etwa fünfzig Substanzen aus dem Bereich der Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe stecken. Ausschlaggebend ist wieder einmal die spezielle Kombination dieser Stoffe: Sie wirkt regulierend auf Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin.
Grüner Tee (EGCG): Natürliche Unterstützung für Herz, Immunsystem und Zellschutz
Grüner Tee ist weit mehr als nur ein wohltuendes Getränk – er ist ein natürlicher Verbündeter unseres Körpers im Kampf gegen schädliche Einflüsse. Seit Jahrhunderten wird er in Asien für seine gesundheitsfördernden Eigenschaften geschätzt. Doch auch in anderen Teilen der Welt entdecken immer mehr Menschen seine positiven Effekte auf Körper und Geist. Der angenehm milde, oft leicht herbe Geschmack ist dabei nur ein Bonus – im Inneren der zarten Blätter steckt eine Fülle an wertvollen Inhaltsstoffen.

Im Gegensatz zu schwarzem Tee werden die Blätter für grünen Tee nur schonend gedämpft oder geröstet. Dadurch bleiben die Zellstruktur und die leuchtend grüne Farbe erhalten, aber vor allem auch die wertvollen bioaktiven Substanzen, die ihn so besonders machen. Eine dieser Substanzen steht dabei besonders im Fokus: EGCG (Epigallocatechingallat) – ein starkes Antioxidans aus der Gruppe der Catechine.
Dieses natürliche Wundermolekül kann in vielerlei Hinsicht positiv auf den Körper wirken. Zum einen fängt es schädliche freie Radikale ab, die im Körper durch Stress, Umweltbelastungen oder ungesunde Lebensweise entstehen und die Zellen angreifen. Zum anderen hat EGCG eine entzündungshemmende Wirkung, die das Immunsystem entlastet und schleichende Entzündungsprozesse eindämmt – ein entscheidender Faktor bei der Vorbeugung vieler chronischer Erkrankungen.
Okazaki-Studie
Besonders das Herz-Kreislauf-System profitiert von den positiven Eigenschaften des grünen Tees. EGCG kann dazu beitragen, Ablagerungen in den Arterien zu reduzieren und die Gefäßgesundheit zu unterstützen – ein wichtiger Schutzmechanismus gegen Arteriosklerose und die damit verbundenen Risiken wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. Doch nicht nur das Herz wird gestärkt: Wissenschaftliche Studien legen nahe, dass grüner Tee auch dabei helfen könnte, Prozesse zu verlangsamen, die mit neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer in Verbindung gebracht werden.
Die Kraft des grünen Tees geht also weit über eine einfache Tasse Tee hinaus. Er bietet eine sanfte, aber effektive Möglichkeit, den Körper auf natürliche Weise zu unterstützen – Tag für Tag
Rotwein-Substanz Resveratrol stärkt „gutes“ Cholesterin und Gefäße
Es gibt noch ein Getränk, das Studien zufolge Gefäßen und Herz guttut. Die Rede ist vom Rotwein. Im Vordergrund steht eine Substanz namens Resveratrol. Sie kommt in der Haut von roten Weintrauben vor - allerdings ist die Konzentration in Rotwein wesentlich höher als in Traubensaft. Auch Pflaumen, Himbeeren und sogar Erdnüsse verfügen über Resveratrol. Laboruntersuchungen haben gezeigt, dass sich der Stoff günstig auf das Herz-Kreislauf-System auswirken und das Krebsrisiko senken kann. Auch das Gehirn profitiert davon - in Tests bewiesen Alzheimer-Patienten eine bessere Orientierung und Gedächtnisleistung.
Wieder sind es unter anderem antioxidative Effekte, die Resveratrol zu einer bedeutenden Substanz machen. Hinzu kommen entzündungshemmende Eigenschaften. Nicht zuletzt sorgt Resveratrol wohl dafür, dass das „gute“ Cholesterin (also das „HDL“) verstärkt produziert wird. All das ist eine Wohltat für die Gefäße, die im Idealfall geschmeidig bleiben und vor Angriffen geschützt werden.
Quercetin hält Blutzucker, Blutdruck und KHK im Zaum
Ein weiterer Pflanzenstoff, das sogenannte Quercetin, kommt ebenfalls in roten Trauben vor. Die größten Mengen finden sich in Zwiebeln und Äpfeln. Aber auch Brokkoli, grüne Bohnen und einige andere Obst- und Gemüsesorten enthalten die Substanz. Allerdings passiert es nicht selten, dass dieser gelbe Farbstoff durch das Bearbeiten bzw. Schälen der Nahrungsmittel verloren geht.
Ergebnisse wissenschaftlicher Studien zu Quercetin und Bluthochdruck
Die blutdrucksenkenden Effekte von Quercetin sind Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen, die dessen potenziellen Nutzen zur Behandlung von Hypertonie untersuchen. Diese Studien umfassen sowohl präklinische Forschungen an Tieren als auch klinische Studien an Menschen, um ein umfassendes Verständnis der Wirkungen und Mechanismen von Quercetin zu erlangen.
Eine der bedeutendsten Übersichtsarbeiten zu diesem Thema ist eine Meta-Analyse, die in der renommierten Fachzeitschrift „Nutrients“ veröffentlicht wurde. Diese Analyse fasst die Ergebnisse mehrerer randomisierter kontrollierter Studien (RCTs) zusammen, die als Goldstandard in der klinischen Forschung gelten. Die Meta-Analyse umfasste Studien, die die Auswirkungen von Quercetin auf den systolischen und diastolischen Blutdruck bei verschiedenen Populationen untersuchten, einschließlich gesunder Probanden und Personen mit bestehendem Bluthochdruck.
Die Ergebnisse dieser Meta-Analyse zeigten, dass die Einnahme von Quercetin signifikant den systolischen Blutdruck (den oberen Wert) und den diastolischen Blutdruck (den unteren Wert) senken kann. Die Senkung des systolischen Blutdrucks betrug im Durchschnitt etwa 5-7 mmHg, während der diastolische Blutdruck um etwa 2-5 mmHg gesenkt wurde. Diese Reduktionen sind klinisch relevant und vergleichbar mit den Effekten einiger blutdrucksenkender Medikamente.
Eine weitere wichtige Studie, die im „American Journal of Clinical Nutrition“ veröffentlicht wurde, untersuchte die Wirkungen von Quercetin bei übergewichtigen und adipösen Probanden, die ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck haben. Diese Studie zeigte, dass eine tägliche Supplementierung mit Quercetin über einen Zeitraum von acht Wochen zu einer signifikanten Senkung des Blutdrucks führte. Insbesondere profitierten Personen mit erhöhtem Blutdruck am meisten von der Quercetin-Einnahme.
Zusätzlich zu diesen Humanstudien gibt es zahlreiche präklinische Studien, die an Tiermodellen durchgeführt wurden. Diese Studien haben gezeigt, dass Quercetin nicht nur den Blutdruck senkt, sondern auch die Endothelfunktion verbessert, die Gefäßsteifigkeit reduziert und entzündliche Prozesse in den Blutgefäßen hemmt. Diese Mechanismen tragen alle zur allgemeinen Herz-Kreislauf-Gesundheit bei und unterstützen die blutdrucksenkenden Effekte von Quercetin.
Ein weiterer bemerkenswerter Aspekt der Forschung zu Quercetin ist die Untersuchung seiner Langzeitwirkung und Sicherheit. Langzeitstudien sind notwendig, um die dauerhaften Effekte und potenziellen Nebenwirkungen einer kontinuierlichen Quercetin-Supplementierung zu bewerten. Bisherige Ergebnisse deuten darauf hin, dass Quercetin auch bei längerer Einnahme gut verträglich ist und keine schwerwiegenden Nebenwirkungen verursacht.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die wissenschaftlichen Studien zu Quercetin und Bluthochdruck vielversprechende Ergebnisse liefern. Sie zeigen, dass Quercetin eine natürliche und effektive Möglichkeit sein kann, den Blutdruck zu senken und die Herz-Kreislauf-Gesundheit zu verbessern. Weitere Forschung ist jedoch erforderlich, um die optimalen Dosierungen, die Langzeitwirkungen und die genaue Wirkungsweise von Quercetin vollständig zu verstehen.
Anwendung und Dosierung
Quercetin kann durch den Verzehr von quercetinreichen Lebensmitteln oder durch Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden. Die übliche Dosierung von Quercetin in Ergänzungsform liegt zwischen 500 und 1000 mg pro Tag.
Nebenwirkungen und Vorsichtsmaßnahmen
Quercetin gilt im Allgemeinen als sicher, wenn es in den empfohlenen Mengen eingenommen wird. Einige Personen können jedoch leichte Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen oder Magenbeschwerden erleben. Schwangere und Stillende sollten vor der Einnahme von Quercetin Rücksprache mit ihrem Arzt halten.
Quercetin wirkt ähnlich wie Insulin: Es senkt also den Blutzuckerspiegel. Darüber hinaus ist es ein entzündungshemmender Stoff, der zugleich freie Radikale abfängt und so unschädlich macht. Wie genau Quercetin das schafft, ist noch nicht abschließend geklärt. Dennoch zeigen Studien durchaus vielversprechende Ergebnisse. So wird die Substanz beispielsweise empfohlen, um Bluthochdruck, Herzinfarkte und die koronare Herzkrankheit ergänzend zu behandeln oder möglicherweise vorzubeugen.
Cholin: schlagkräftig im Kampf gegen schädliches Homocystein und KHK
Cholin hat einiges mit Vitaminen gemeinsam (es wurde früher als Vitamin B4 bezeichnet), daher gehört es zu der Gruppe der Vitaminoide. Es ist vor allem in Leber, Hühnerfleisch und Eigelb enthalten; außerdem in geringerem Maße in Getreide, Sojaprodukten und Nüssen. Übrigens kann der Körper auch selbst Cholin produzieren, aber die Menge reicht vermutlich nicht aus, um gesundheitsfördernde Effekte hervorzubringen.
Das von außen zugeführte Cholin wird im Organismus weiter umgewandelt, und zwar in Acetylcholin. Dabei handelt es sich um einen Neurotransmitter, also einen Überträger von Nervensignalen. Dieser ist nötig, wenn es um die Übertragung von Reizen auf Muskeln sowie um Atmung, Blutdruck und Stoffwechselvorgänge geht. Klingt ziemlich umfassend? Ja, ist es auch. Es dürfte also einleuchten, dass Cholin von großer Bedeutung ist.
Es gibt aber noch weitere Aufgaben des Cholins: Über Zwischenschritte wird es in die Zell-Oberflächen eingelagert, wirkt also am Aufbau der Zellmembranen mit. Außerdem hilft es dabei, den Fettstoffwechsel zu normalisieren und Homocystein zu eliminieren. Homocystein ist ein Eiweißbaustein, der beim Stoffwechsel entsteht und mit verschiedenen Krankheiten in Zusammenhang gebracht wird - beispielsweise mit der Arteriosklerose. Sie sehen also schon: Cholin ist auf verschiedenen Baustellen tätig, um Schaden von uns abzuwenden.
- Details
- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Mit sanfter Pflanzenkraft gegen Bluthochdruck
Zu den häufigsten Todesursachen in den westlichen Industrienationen gehören Erkrankungen, deren Ursache eine über viele Jahre fortschreitende Arteriosklerose, also eine zunehmende Arterienverkalkung, ist. Die verstopften Gefäße wiederum sind häufig auf einen zu hohen Blutdruck und zu hohe Blutfette zurückzuführen
Das Tückische am Bluthochdruck ist, dass man ihn nicht bemerkt. Er tut nicht weh und verursacht auch sonst kaum Beschwerden. Doch Fakt ist, dass ein über längere Zeit erhöhter Blutdruck die Gefäße schädigt und unter anderem zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen kann.
- Details
- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Arteriosklerose als Risikofaktor für Schlaganfälle
Autor: Mazin Shanyoor
Arteriosklerose, oft als Verhärtung der Arterien bezeichnet, spielt eine zentrale Rolle bei der Entstehung von Schlaganfällen. Diese Erkrankung ist durch die Anhäufung von Plaque in den großen und mittleren Arterien gekennzeichnet, wobei Fette, Cholesterin, Kalzium und andere Substanzen involviert sind. Die Plaquebildung führt zu einer Verdickung und Versteifung der Arterienwände, was den Blutfluss einschränkt und die Sauerstoffversorgung des Gehirns beeinträchtigen kann.
- Details
- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Was ist ein Raucherbein?
Autor: Mazin Shanyoor
Der Begriff „Raucherbein“ bezeichnet eine schwere Form der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK), die durch Tabakkonsum verursacht oder verschlimmert wird. Das Rauchen trägt zu einer raschen Entwicklung der Atherosklerose bei, einer Erkrankung, bei der sich Fett und andere Substanzen an den Wänden der Arterien ablagern, diese verengen und verhärten, was die Blutzirkulation insbesondere in den Beinen stark beeinträchtigen kann.
- Details
- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK): Symptome, Behandlung und Prognose
Autor: Mazin Shanyoor
Die periphere arterielle Verschlusskrankheit, kurz pAVK, ist eine schwerwiegende Gefäßerkrankung, die die Lebensqualität vieler Menschen erheblich beeinträchtigen kann. Diese Erkrankung betrifft vor allem die Arterien in den Beinen und führt zu einer Verengung oder in manchen Fällen zu einem vollständigen Verschluss der Arterien, wodurch eine ausreichende Blutversorgung der Extremitäten nicht mehr gewährleistet ist. Um Betroffenen und ihren Angehörigen ein besseres Verständnis der Erkrankung zu ermöglichen, wird hier ein detaillierter Einblick in die Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und Prognose der pAVK gegeben.
- Details
- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Myokardbrücke: Symptome, Behandlung und Prognose
Autor: Mazin Shanyoor
Die Myokardbrücke, auch Muskelbrücke genannt, ist eine anatomische Besonderheit des Herzens, die bei manchen Menschen auftritt. Sie entsteht, wenn ein Teil einer Koronararterie - der Arterien, die das Herz mit Blut versorgen - unter einem Band aus Herzmuskelgewebe (Myokard) verläuft. Dies kann unterschiedliche Auswirkungen auf die Herzgesundheit haben, je nachdem, welche Arterie betroffen ist und wie dick das überdeckende Muskelband ist.
- Details
- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Perforierte Speiseröhre: Ursachen, Behandlung und Prognose
Eine perforierte Speiseröhre, auch Ösophagusruptur genannt, ist ein ernsthafter medizinischer Zustand, bei dem ein Riss oder Loch in der Speiseröhre auftritt. Dies kann zu einer Reihe von Komplikationen führen, die eine sofortige Behandlung erfordern.
- Details
- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Prognose der Prinzmetal-Angina: Chancen und Risiken
Autor: Mazin Shanyoor
Die Prinzmetal-Angina, auch vasospastische Angina genannt, ist eine besondere Form der Angina pectoris, die durch plötzliche Krämpfe der Herzkranzgefäße gekennzeichnet ist. Obwohl diese Krämpfe oft vorübergehend sind, können sie quälende Brustschmerzen verursachen und das Risiko für schwerwiegende Komplikationen erhöhen. Die Prognose der Prinzmetal-Angina hängt von vielen Faktoren ab, unter anderem von der Häufigkeit und Schwere der Anfälle und dem Vorliegen anderer Herzerkrankungen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung kann die Prognose jedoch deutlich verbessern.
- Details
- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Gefahren der Prinzmetal-Angina: Wie ernst ist diese Herzkrankheit?
Autor: Mazin Shanyoor
Die Prinzmetal-Angina, auch vasospastische Angina genannt, ist eine spezielle Form der Angina pectoris, bei der es zu plötzlichen Krämpfen der Herzkranzgefäße kommt. Diese Krämpfe führen zu einer vorübergehenden Verringerung oder sogar zu einem vollständigen Verschluss des Blutflusses zum Herzmuskel, was zu starken Brustschmerzen führen kann. Da die Prinzmetal-Angina in Ruhe und häufig nachts oder am frühen Morgen auftritt, kann sie für die Patienten besonders beunruhigend sein.
- Details
- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Prinzmetal-Angina: Ursachen, Symptome und Behandlung
Autor: Mazin Shanyoor
Die Prinzmetal-Angina, auch vasospastische Angina oder Angina-Variante genannt, ist eine seltene Form der Angina pectoris. Im Gegensatz zu den anderen Formen der Angina pectoris wird sie nicht durch eine arteriosklerotisch bedingte Verengung der Herzkranzgefäße verursacht, sondern durch vorübergehende, plötzlich auftretende Verkrampfungen (Spasmen) der Herzkranzgefäße. Diese Krämpfe können den Blutfluss vorübergehend unterbrechen, was zu Brustschmerzen und anderen Symptomen führt. Die Prinzmetal-Angina kann in Ruhe, vor allem nachts oder am frühen Morgen auftreten, aber auch ohne die klassischen Risikofaktoren wie körperliche Anstrengung oder Stress.
- Details
- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin
Wie entsteht ein Thrombus bei Arteriosklerose: Risikofaktoren und Gefahren?
Autor: Mazin Shanyoor
Ein Thrombus, auch Blutgerinnsel genannt, ist eine gefährliche Erkrankung, die häufig mit Herzinfarkten und Schlaganfällen in Verbindung gebracht wird. Ein Thrombus kann sich in jedem Blutgefäß bilden und den Blutfluss an der betroffenen Stelle teilweise oder vollständig blockieren. Dies kann dazu führen, dass der betroffene Körperteil nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Insbesondere wenn ein Thrombus die Arterien zum Herzen oder zum Gehirn verstopft, kann es zu lebensbedrohlichen Komplikationen kommen. Zu verstehen, wie ein Thrombus entsteht, ist ein wichtiger Schritt, um vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen und die Risiken zu minimieren.
- Details
- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin










