Das Leben mit dem Sjögren-Syndrom
Das Sjögren-Syndrom ist eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung, die lange unterschätzt wurde und oft zu spät erkannt wird. Viele verbinden sie vor allem mit trockenen Augen oder einem trockenen Mund. Doch diese sichtbaren Symptome sind häufig nur der Anfang. Tatsächlich handelt es sich um eine systemische rheumatische Erkrankung, bei der das Immunsystem körpereigene Strukturen angreift und dadurch weitreichende Entzündungsprozesse im gesamten Körper auslösen kann.
Was das Sjögren-Syndrom besonders belastend macht, ist seine Vielgestaltigkeit. Neben ausgeprägter Trockenheit können Erschöpfung, Schmerzen, neurologische Beschwerden, Konzentrationsstörungen und Organbeteiligungen auftreten. Die Symptome entwickeln sich oft schleichend, verlaufen wechselhaft und sind von außen kaum sichtbar. Für Betroffene bedeutet das nicht nur körperliche Einschränkungen, sondern auch Verunsicherung, Zweifel und das Gefühl, mit ihren Beschwerden lange nicht ernst genommen zu werden.
Die folgenden Artikel beleuchten das Sjögren-Syndrom aus unterschiedlichen Perspektiven: medizinisch, körperlich, psychisch und im Alltag. Sie sollen helfen, die Erkrankung besser einzuordnen, Zusammenhänge zu verstehen und Worte für ein Erleben zu finden, das oft schwer erklärbar ist.
Es beginnt selten mit Angst. Das ist vielleicht das Entscheidende. Es beginnt nicht mit einem Moment, der sich einprägt, nicht mit einem Satz, der alles verändert.
Es beginnt mit kleinen Verschiebungen im Alltag, mit Unbequemlichkeiten, die man sich erklären kann, ohne ihnen Bedeutung zu geben.
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- Geschrieben von: Mazin Shanyoor, Visite-Medizin






